Präambel

Diese Ordnung dient den gemeinnützigen Satzungszielen unseres Sportanglervereins.
Sie verpflichtet die Mitglieder zur Einhaltung bestimmter Regeln, die das
Zusammenleben, die Nutzung unserer Parzellen in der Anglerkolonie, der Vereinsanlagen
und die Ausübung unseres Angelsportes ermöglichen.
Die Richtlinien für die Bewirtschaftung der Parzellen und der gesamten Anlage, für
Ordnung und Sicherheit, Umwelt und Naturschutz dienen der gegenseitigen
Rücksichtnahme, Erholung und der Ausübung des Angelsports.
Die Anlagenordnung ist Bestandteil der Pachtverträge und darüber hinaus für alle
Mitglieder bindend. Sie stellt Mindestanforderungen dar und basiert auf den Festlegungen
unserer Vereinssatzung sowie geltenden Gesetzen und Verordnungen.
Der Gesamtvorstand kann darüber hinausgehende Maßnahmen beschließen. Diese
werden in Textform bekannt gegeben.

I. Beschlussfassung und Bekanntgabe

Die Mitgliederversammlung hat in ihrer Sitzung am 11.04.2010 diese Anlagen- und
Parzellenordnung beschlossen. Alle vorangegangenen Ordnungen treten gleichzeitig
außer Kraft.
Diese Ordnung wird in Textform bekannt gemacht und tritt am oben genannten Termin in
Kraft.
Mitglieder, die nach diesem Zeitpunkt dem Verein beitreten, erhalten diese Ordnung als
Bestandteil der Beitrittserklärung ausgehändigt und sie ist auch für diese verbindlich.


II. Bebauung und Anpflanzungen

1. Art und Umfang der baulichen Nutzung ergeben sich aus den Pachtverträgen,
Festlegungen der kommunalen Verwaltung sowie öffentlichen Körperschaften und
insbesondere des Bauplanungs- und Bauordnungsrechts.
2. Errichtung und Erweiterung von baulichen Anlagen bedürfen ausnahmslos der
Zustimmung des Gesamtvorstandes und müssen schriftlich beantragt werden. Eine
Erweiterung über gesetzliche Maximalgrößen ist unzulässig. Soweit öffentliches Recht
(BauGB, LBauO M-V) es erfordert, muss ein Antrag zur endgültigen Genehmigung bei der
zuständigen Behörde vorgelegt werden.
3. Zustimmungen durch den Gesamtvorstand bedürfen der Schriftform.
4. Alle Baulichkeiten müssen sich in das Umfeld einfügen. Sie sind stets in einem gepflegten
Zustand zu halten.
5. Das Neupflanzen von Nadel- und Laubgehölzen, außer Obstbäumen, die von Natur aus
höher als 4 m werden, ist nicht erlaubt. An Ziergehölzen sind nur halbhohe Arten von
maximal 2,50 m Höhe zulässig. Mindestentfernung von Bäumen von der Gartengrenze ist
die maximale Wuchshöhe.

III. Einfriedung

1. Einfriedungen dienen dem Schutzbedürfnis und der Sicherheit unserer Anlagen und
unseres Eigentums in der Anlage. Massive Einfriedungen aus Beton oder Mauerwerk auf
Gartengrenzen sind nicht zulässig. Gefährliche Schutzvorrichtungen, wie Stacheldraht,
Glasscherben, elektrische Zäune oder Ähnliches sind verboten.
2. Die Einfriedungen egal welcher Art dürfen nicht stören.
3. Hecken sind ordnungsgemäß zu pflegen und unter Beachtung des Vogelschutzes zu
schneiden.
4. Die Einfriedungen von Sitzecken als Sicht- und Windschutz sind bis zu einer Höhe von 2,00
m auf einer maximalen Gesamtlänge von 10 m zu gestatten. Der Abstand zur Gartengrenze muss mindestens der Bauhöhe
entsprechen. Eine Unterschreitung dieses Grenzabstandes bedarf der schriftlichen
Zustimmung des Nachbarn und der schriftlichen Anzeige beim Gesamtvorstand.
5. Zu öffentlichen Grün- und Verkehrsflächen und zwischen den Parzellen sollen entlang der Parzellengrenzen Schnitthecken aus einheimischen Laubgehölzen angepflanzt werden. Die Wuchshöhe ist auf maximal 1,60m zu begrenzen. Zäune müssen sich der Heckeneinfriedung unterordnen.


IV. Einhaltung von Ruhe

1. Die Vereinsmitglieder sind verpflichtet, auf Einhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit
in der Anlage zu achten. Die Verpflichtung gilt auch für die Angehörigen und Gäste der
Mitglieder. Geräuschbelästigung, die den Erholungswert der Parzelle beeinträchtigt, ist zu
vermeiden.
2. Die Nutzung von Lärm verursachenden Werkzeugen und technischen Geräten ist nicht
gestattet:
Montag bis Sonnabend: 13:00 Uhr– 15:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: Ruhetage

Nach der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung darf darüber hinaus in der Zeit
von 20:00 Uhr bis 7:00 Uhr nicht maschinell gearbeitet werden.
Diese Ruhezeiten gelten im Jahr vom 01. Mai bis 15. September.
3. Ausnahmen können mit Zustimmung des Gesamtvorstandes bei entsprechender
Dringlichkeit und dem Fehlen einer anderen Möglichkeit gestattet werden. Die
Zustimmung durch den Gesamtvorstand bedarf der Schriftform und des Aushanges.
4. Die Lautstärke von Rundfunk-, Fernseh-, und anderen Audiogeräten ist so zu wählen,
dass niemand belästigt wird. Feierlichkeiten sind in gut nachbarschaftlichem
Einvernehmen durchzuführen.


V. Ordnung und Sicherheit

1. Die festgelegten Grenzen und das Eigentum anderer sind von jedem Mitglied zu achten
und die Parzelle ist in einem ordentlichen Kulturzustand zu halten.
2. Die Wegefreiheit in der gesamten Anlage muss gewährleistet bleiben. Anpflanzungen und
sonstige Hindernisse außerhalb der Parzellengrenzen sind verboten. Das Anlegen von
Rasenflächen auf den Gemeinschaftswegen ist erwünscht.
3. Wege, öffentliche Plätze, Gemeinschaftseinrichtungen und Gemeinschaftsgeräte sind von
allen Mitgliedern pfleglich zu behandeln. Jedes Mitglied ist verpflichtet, an der Schaffung
und Erhaltung dieser Einrichtungen mitzuwirken. Eigenmächtige Veränderungen sind
nicht erlaubt. Pächter sind für den gepflegten Zustand angrenzender Wege
verantwortlich.
4. Die Ablagerung von organischen und anorganischen Abfällen sowie Schrott ist innerhalb
und außerhalb der Anlage nicht erlaubt.
5. Das Befahren der Zufahrt zur Anlage und der Anlage mit Kraftfahrzeugen ist nur zu An- und
Abfahrten in Schrittgeschwindigkeit gestattet. Das Parken ist nur auf den dafür
vorgesehenen Flächen erlaubt. Es dürfen keine Wege, Zufahrten und Eingänge versperrt
werden. Für Beschädigungen durch das Befahren ist der verursachende Fahrer, für
Angehörige und Gäste das jeweilige Mitglied verantwortlich.
6. Türen und Tore der Anlage sind außerhalb der vom Vorstand festgelegten Öffnungszeiten
grundsätzlich verschlossen zu halten.
Zum Öffnen und Schließen der Tore dürfen nur die vom Vorstand ausgegebenen
Schlüssel verwendet werden. Die Anfertigung von Schlüsselduplikaten für Nichtmitglieder
ist untersagt.
7. Die Großtierhaltung sowie die -zucht ist auch vorübergehend in der Anglerkolonie nicht
gestattet. Die Kleintierhaltung ist im begrenzten Umfang mit schriftlicher Zustimmung
des Gesamtvorstandes gestattet. Tiere sind so zu halten, dass sie das gut
nachbarschaftliche Verhältnis nicht beeinflussen und keinen Schaden anrichten.
8. Hunde, Katzen und andere Haustiere dürfen in der Anlage nicht frei herumlaufen. Die
Halter haben dafür Sorge zu tragen, dass niemand belästigt wird.
Das Mitbringen von gefährlichen Tieren wie z.B. Kampfhunden in die Anlage ist
unzulässig.
Tierkot ist vom Halter sofort zu entfernen. Gäste sind darüber vom Gastgeber in Kenntnis
zu setzen. Bei Nichteinhaltung ist das Mitglied dafür verantwortlich und haftbar.
9. Im Sportlerheim gilt für öffentliche und vereinsöffentliche Veranstaltungen Rauchverbot gemäß Nichtraucherschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern.


VI. Boots- und Bootsplatzordnung

1. Für die Boote der Mitglieder steht der Bootssteg zur Verfügung. Die Liegeplätze werden
durch den Gesamtvorstand vergeben.
2. Die Boote sind an den vorgesehenen Augenbolzen zu befestigen und nach vorne mit
einem Anker fest zu arretieren. Zur Vermeidung von Beschädigungen sind außenbords
beidseitig Fender anzubringen.
3. Die Boote sind über den Winter aus dem Wasser zu nehmen und bei Fehlen eines
Bootsschuppens auf einen, durch den Gesamtvorstand zugewiesenen Platz in der Anlage,
abzulegen. Die auf vereinsöffentlichen Flächen abgelegten Ruderboote sind spätestens bis
zum zweiten Wochenende im April ins Wasser zu bringen bzw. zu entfernen.
4. Nicht genutzte oder verkaufte Boote sind aus der Anlage unverzüglich zu entfernen.
5. Für die Sicherheit der Boote ist der Bootseigner verantwortlich. Insbesondere für Kinder
und Nichtschwimmer sind am Gewässer durch den gesetzlichen Vertreter geeignete
Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.
6. Das Anbauen von Einstiegshilfen zur Vermeidung von Unfällen ist gestattet.

(VORGESCHRIEBENE „EINARMIGE“ BAUFORM, VERZINKT, MIT KLEMMVORR., Lt. Muster Liegeplatz 04. Einstiegshilfen der entsprechenden Form sind über den Vorstand zu beziehen.)


VII. Umweltschutz

1. Bei starkem Befall durch Schädlinge oder Pilze ist der Parzellennutzer verpflichtet,
Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder die geschädigten Pflanzen bzw. Pflanzenteile
unverzüglich zu entfernen, um eine Übertragung zu verhindern.
2. Gärtnerische Abfälle sind zu kompostieren. Der Kompostplatz muss im gut
nachbarschaftlichen Gefüge mindestens 0,5 m Abstand zur Parzellengrenze haben. Bei
Unterschreitung ist die schriftliche Zustimmung des Nachbarn erforderlich und dem
Gesamtvorstand anzuzeigen.
Nicht kompostierbare Stoffe sind der öffentlichen Abfallentsorgung zuzuführen. Diese
Möglichkeit besteht auch für kompostierbare Abfälle.
3. Das Verbrennen nicht kompostierbarer pflanzlicher Abfälle soll auf ein Minimum
beschränkt werden und ist nach Pflanzenabfalllandesverordnung in den Monaten März
und Oktober gestattet.
4. Beim Grillen und Räuchern sind die Belange des Brandschutzes zu beachten und
Nachbarn dürfen nicht beeinträchtigt werden.
5. Das Baden im See geschieht auf eigene Gefahr. Insbesondere für Kinder und
Nichtschwimmer sind durch den gesetzlichen Vertreter geeignete Sicherheitsmaßnahmen
zu treffen.


VIII. Pacht und Mitgliedschaft

1. Pächter einer Parzelle kann nur ein ordentliches Mitglied unseres Sportanglervereins
werden.
2. Parzellenkündigungen sind dem Gesamtvorstand schriftlich, entsprechend den
Festlegungen im Pachtvertrag, bekanntzugeben.
3. Die Parzellen sind keine Spekulationsobjekte. Sie sind nach schriftlicher Kündigung und
Vereinbarung über den Abgabepreis dem Nachfolgepächter zu übergeben. Bei Differenzen
über den Abgabepreis ist die Parzelle schätzen zu lassen.
An der Schätzung nimmt ein Mitglied des Vorstandes teil. Wesentlicher Zweck ist die
Wahrung der Gesetzlichkeit, der Rechte und Ansprüche des Vereins sowie die Sicherung
der Rechte des neuen Pächters.
4. Schriftliche Vereinbarungen zwischen Pächtern und Vorstand gelten über den
Pächterwechsel hinaus.
5. Die Übernahme von Parzellen ist beim Gesamtvorstand schriftlich zu beantragen. Der
Gesamtvorstand ist zustimmungspflichtig.
6. Es gilt die Beitragsordnung.


IX. Verstöße

1. Verstöße gegen diese Ordnung sind nach mündlicher Ermahnung im Wiederholungsfall
schriftlich abzumahnen.
2. Zur Beseitigung von Sachverstößen sind Fristen zu setzen. Fortgesetzte Verstöße können
wegen vertragswidrigen Verhaltens zur Kündigung des Pachtvertrages führen.


X. Schlussbestimmungen und salvatorische Klausel

1. Soweit diese Ordnung, die Satzung oder sonstige Ordnungen des Vereins in einzelnen
Angelegenheiten keine Regelung enthält, trifft der Gesamtvorstand die erforderlichen
Entscheidungen.
2. Sollten Teile dieser Ordnung rechtsunwirksam sein, hat dies keine Auswirkungen auf die
übrigen Bestimmungen dieser Ordnung. Sie bleiben weiterhin gültig.
3. Rechtsunwirksame Bestimmungen sind ihrem Sinn entsprechend durch den
Gesamtvorstand auszulegen.
4. Enthält diese Ordnung rechtsunwirksame Bestimmungen oder treten nachträglich
Umstände ein, die dazu führen, dass Bestimmungen dieser Ordnung rechtsunwirksam
werden, ist diese Ordnung auf der nächsten beschlussfähigen Mitgliederversammlung
nach Bekanntwerden der Rechtsunwirksamkeit entsprechend zu ändern.

Stand: 28.04.2018

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