13.11.2017 Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei

Stellenausschreibung Fischereiaufseherin/Fischereiaufseher

Beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern ist im Dezernat Fischereiaufsicht der Abteilung Fischerei und Fischwirtschaft zum 02. Januar 2018, befristet bis zum 31. Dezember 2019, die Funktion einer/eines

Fischereiaufseherin/Fischereiaufseher

zu besetzen.
Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Der Einsatz kann

auch am Wochenenden/an Feiertagen und in den Abend- und Nachtstunden erfolgen.

Der Dienstort ist Sassnitz.


Aufgabengebiet:
Kontrollen der Freizeitfischer an und auf den Küstengewässern
• Überprüfen der Fischereidokumente, der Fanggeräte und der gefangenen Fische hinsichtlich der Mindestmaße, Schonzeiten, Tagesfangbegrenzungen u.a.
• Erfassen der Sachverhalte in Berichten und Protokollen
• Sicherstellen von Gegenständen

Mitwirkung bei der Durchführung und Bearbeitung von Ermittlungsverfahren
• Datenerfassung
• Durchführen der Anhörung
• Ermitteln von Tatbeständen
• Fertigen von Abschlussberichten und Stellungnahmen

Zeugenschaftliche Tätigkeiten im Rahmen von Fischereikontrollaufgaben an
Land sowie bei Seeeinsätzen


Erfassung und Dokumentation
• Mitwirkung bei der Statistik
• Eingabe und Auswertung von Daten in das Fischereikontrollregister
• Mitwirkung bei der Organisation von Einsätzen, Sachverwaltung, Eigenverwaltung

Anforderungen:
• Abschluss als Verwaltungswirtin/Verwaltungswirt bzw. Verwaltungsfachangestellte/ Verwaltungsfachangestellter
• Fischereischein
• Kenntnisse zu den Fischarten (Binnen- und Küstengewässer)
• sicherer Umgang mit Standartsoftware (Word, Excel)
• Engagement, Selbstständigkeit und Kooperationsbereitschaft
• Führerschein Klasse B
• sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift

Die Stelle ist nach der Entgeltgruppe 6 TV-L bewertet.
Die Stelle ist teilzeitfähig.
Schwerbehinderte Bewerber/-innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Landesregierung ist bestrebt, den Anteil der Frauen in allen Teilen der Landesverwaltung, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, zu erhöhen. Entsprechend qualifizierte Frauen werden ausdrücklich aufgefordert sich auf die ausgeschriebene Stelle zu bewerben.

Für Rückfragen in fachlichen Angelegenheiten steht Ihnen der Abteilungsleiter, Herr

Richter, Tel. 0381/4035-740, in personalrechtlichen Angelegenheiten die Dezernatsleiterin Frau Lange, Tel. 0381/4035-120 zur Verfügung.

Ihre vollständigen aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (geeignete Nachweise zu Qualifikationen; Kompetenzen und ein aktuelles sowie ggf. vorhandene weitere Arbeitszeugnisse) richten Sie bitte bis zum 01. Dezember 2017 an das

Landesamt für Landwirtschaft,
Lebensmittelsicherheit und Fischerei
- Personaldezernat -
Kenn-Nr.: FAST 4
Thierfelderstraße 18
18059 Rostock.

Ihre Bewerbung können Sie auch per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einreichen (bitte nur im PDF-Format als eine Datei).

Auf dem Postweg eingesandte Bewerbungsunterlagen werden nur gegen einen adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag zurückgesandt.

Ihre Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Verfahrens unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

Mit der Bewerbung verbundene Kosten können nicht erstattet werden.


12.10.2015 Ostsee Zeitung

Anglerinnen in MV landen Rekordfänge
Bereits viele Top-Ergebnisse bei OZ-Aktion „Fisch des Jahres 2015“.

Foto - Super-Hornhecht
Die Niendorferin Petra Pampuch fing diesen 74
Zentimeter langen Hornhecht in der Ostsee vor
Stoltera bei Warnemünde. Sie liegt damit derzeit
in dieser Kategorie der OZ-Aktion „Fisch des
Jahres 2015“ vorn.

Von Volker Penne Rostock. Bei einem Norwegen-Urlaub vor gut sieben Jahren hat Petra Pampuch ihre Liebe zum Angeln entdeckt. „Dort fing ich unter anderem einen etwa 1,10 Meter langen Seelachs.“ Wenig später legte die gelernte Kinderkrankenschwester aus Niendorf bei Rostock hierzulande ihre Fischereischeinprüfung ab. Seither frönt sie mit Ehemann Reinhard (54) auch an und auf der Ostsee ihrem Hobby. Mit Erfolg. MitteMaidieses Jahres beispielsweise stellte die 54-Jährige am Strand von Stoltera beiWarnemünde den Hornhechten nach. Mihilfe von Spirolino-Montagen – speziellen Kombinationen von Wurfgewicht und Posen – überlistete sie zahlreiche der schlanken Fische. „Als Köder dienten Heringsstückchen“, erinnert sich die Mecklenburgerin. Mit einem 74 Zentimeter langen Prachtexemplar kämpfte sie nur wenige Minuten. „Ich war erstaunt über die Größe“, erinnert sich die Anglerin, die den schmackhaften Fisch übrigens oft sauer einlegt. „Dann lösen sich die Gräten am besten ab“, verrät sie. Aktuell liegt Petra Pampuch in dieser Kategorie bei der Gemeinschaftsaktion „Fisch des Jahres“ von OSTSEE- ZEITUNG, Landesanglerverband (LAV) und dem Rostocker Fachmarkt Angeljoe vorn. Für 32 Fischarten aus hiesigen Gewässern gibt es derzeit Spitzen- Meldungen. Überdie beachtlichen Ergebnisse der Petrijüngerinnen im Nordosten – derzeit sind dreiDamenunterden Top-Platzierten – freut sich auchAndreas Schlüter (53), Pressesprecher des Landesfischereiverbandes. Allein unter den rund 43 000 Mitgliedern des Landesanglerverbandes im Nordosten sind etwa 500 Frauen. „Viele von ihnen gehen regelmäßig an den etwa 2000 hiesigen Seen und auf der OstseedemHobby nach“, weiß Schlüter. Bei Annett Wilhelm aus Dewitz bei Neubrandenburg war es Sohn Hannes (26), der sie „mit dem Angelvirus infiziert hat“. Seit einigen Monaten sind die beiden häufig mitdemBoot auf den Gewässern in der Umgebung unterwegs. Im August glaubte die 47-Jährige ihren Augen nicht zu trauen, als sie im Plather See eine prächtige Rotfeder anlandete. Der 38 Zentimeter lange Fisch hatte dem Maiskorn, das am Haken einer Posen- Montage steckte, nicht widerstehen können. „Mein Sohn, der ein erfahrener Angeler ist, war aufgeregter als ich, als er den Fang im Kescher bestaunte“, erinnert sich die Kosmetikerin lachend. Grund zum Jubeln hatten unter anderem auch der Gülzower Mirko Essing (42), der einen fast drei Kilo schweren Aal aus dem Kummerower See zog, und der Greifswalder Ulf Paluch (44), der einen 68 Zentimeter langen Köhler in der Ostsee vor Rügen fing. Köhler – eine Fischart, die im Bereich der Ostseeküste von MV noch vor wenigen Jahrenkaumanzutreffen war, landet nun öfter in den Fischkisten der Sportfreunde. Die Artenvielfalt gefällt Daniel Schwer (29). „In der Ostsee fängt man nicht nur zunehmend größere Dorsche. Auch beispielsweise über Makrelen freuen sich die Hobbyangler“, resümierte der Filialchef des Rostocker Fachgeschäfts Angeljoe. Der Fisch des Jahres ist für ihn bislang der ein Meter lange Zander, den der Stralsunder Maik Biederstädt (38) im Strelasund mit einem Gummifisch lockte. Mit Blick auf den Herbst ist Schwer zuversichtlich, dass vor allem noch dicke Hechte gemeldet werden. Und den Frauen traut er auch bei den großen Raubfischen einiges zu. „Die Damen werden aktiver im Angelsport. Ein Beleg dafür ist die steigende Zahl der Petrijüngerinnen bei den Fischereischeinprüfungen“, betont der Angel- Profi.

Die Spitzen-Meldungen in 32 Kategorien

Fischart Gewicht* Länge** Fänger Datum Fangort
Aal 2,934 101,0 Mirko Essing 26.08.2015 Kummerower See
Aland 2,580 56,0 Wilfried Redmer 14.03.2015 Stepenitz
Bachforelle 1,890 55,0 Jörg Hiller 22.08.2015 Tollense
Bachsaibling 0,400 36,0 Steven Vökler 18.04.2015 Bach ohne Kennung
Barsch 2,121 50,0 Ralf Pegler 12.09.2015 Unterwarnow
Blei 3,840 64,0 Michael Gruse 19.04.2015 Sternberger See
Döbel 2,100 52,0 Steven Vökler 06.05.2015 Recknitz
Dorsch 7,220 90,0 Philipp Bergschmidt 10.06.2015 Ostsee
Flunder 1,420 47,0 Günther Reichwald 30.03.2015 Ostsee
Giebel 0,047 13,0 Lucas Antoscheck 24.09.2015 Waldheimteich
Graskarpfen 11,000 97,0 Stefan Uckert 26.08.2015 Elbe
Gründling 0,035 15,0 Steven Vökler 07.05.2015 Recknitz
Güster 0,370 31,0 Marco Hopf 04.04.2015 Peene
Hecht 15,200 121,0 Jens Marziniak 30.05.2015 Strelasund
Hering 0,350 33,0 Jürgen N. Hagelberg 02.05.2015 Ostsee
Hornhecht 0,790 74,0 Petra Pampuch 11.05.2015 Ostsee
Karausche 1,540 40,0 Gunnar Scholz 20.09.2015 Neuenkirchner See
Karpfen 19,050 94,0 Manuel Grau 15.07.2015 Sternberger See
Kliesche 0,470 37,0 Christian Friel 12.01.2015 Ostsee
Köhler 3,550 68,0 Ulf Paluch 23.08.2015 Ostsee
Makrele 0,750 43,0 Günter Schwebke 19.09.2015 Ostsee
Mamorkarpfen 15,600 95,0 Hannes Wilhelm 23.08.2015 Balliner See
Meerforelle 9,700 94,0 Christian Will 22.01.2015 Unterwarnow
Plötze 1,070 42,0 Michael Gruse 18.04.2015 Sternberger See
Rapfen 6,000 84,0 Johannes Menzdorf 01.08.2015 Kummerower See
Rotfeder 0,880 38,0 Anett Wilhelm 15.08.2015 Plather See
Sandaal 0,020 17,0 Victoria Reich 25.05.2015 Ostsee
Schleie 2,710 55,0 Christian Friel 21.07.2015 Hilkensee
Schwarzmundgrundel 0,206 22,0 Gerhard Zielke 07.08.2015 Ostsee
Ukelei 0,044 18,0 Lucas Antoscheck 21.08.2015 Pröbbower See
Wels 5,500 97,0 Stefan Uckert 25.08.2015 Elbe
Zander 11,000 100,0 Maik Biederstädt 23.07.2015 Strelasund

* in Kilogramm ** in Zentimeter


28.04.2014 Ostsee Zeitung

Schadstoffe als Uferbefestigung – Anglerverband MV klagt
Angler gehen gegen Wasserverband in Westmecklenburg vor. An der Kleinen Sude wurden mit Schwermetallen belastete Steine verbaut.

Linstow – Der Landesanglerverband klagt wegen der Vernichtung und Beeinträchtigung von Lebensräumen gegen den Wasser- und Bodenverband Boize-Sude-Schaale. An dem westmecklenburgischen Flüsschen Kleine Sude seien zur Uferbefestigung Schlackesteine aus Hochöfen verbaut worden, berichtete Verbandspräsident Karl-Heinz Brillowski am Samstag auf der Landesdelegiertenkonferenz des Anglerverbandes LAV in Linstow (Landkreis Rostock). „Die Steine enthalten Schwermetalle und andere gefährliche im Wasser lösliche Stoffe“, sagte er. Nach der Kritik der Angler und dem Versprechen von Umweltminister Till Backhaus (SPD), dafür zu sorgen, dass die Steine wieder entfernt werden, seien im Frühjahr erneut Schlackesteine im Zusammenhang mit einer Brückensanierung an der Boize verbaut worden. An der Motel ist Brillowski zufolge Kies von der Sohle ausgebaggert und ebenfalls zur Uferbefestigung verwendet worden. „Der Kies war ein Laichhabitat für Forellen und streng geschützte Neunaugen“. Bisher sei die Zusammenarbeit mit den über 30 Wasser- und Bodenverbänden in MV gut, betonte Brillowski. Weiter kritisierte er das bisher nicht restlos geklärte Einsickern von Gärresten in den Wallensteingraben zwischen Schwerin und Wismar. Dort waren im Februar mehr als 100 tote Fische, vor allem Bachforellen, gefunden worden. Auch der Wallensteingraben sei ein Laichgebiet. Seit 14 Jahren würden dort jährlich 40 000 Meerforellenbrütlinge eingesetzt. Sie würden aus Geldern der Angler bezahlt, die eine Angelerlaubnis für die Ostsee erwerben. Nachdem Bersten eines 120 Kubikmeter fassenden Behälters mit Gärresten sei das für zwei Millionen Euro renaturierte Gewässer in dem betroffenen Abschnitt für Jahre stillgelegt. Der Landesanglerverband gehört mit 43 000 Mitgliedern zu den größten Verbänden in MV. 2013 wurden375 neue Mitglieder aufgenommen. Um Kindern und Jugendlichen die Mitgliedschaft zu erleichtern, erhalten sie seit Januar die Angelberechtigung für das Eintrittsjahr kostenlos. Backhaus würdigte die Angler: „Der Landesanglerverband als anerkannter Naturschutzverband engagiert sich vorbildlich für Umwelt und das Ehrenamt.“


06.04.2014 Zeitung am Strelasund

Neuer Vorstand
Regionalanglerverband Stralsund e.V.

(zas) Stralsund. Die Delegierten der Anglervereine der Region Stralsund trafen sich traditionell, um einen neuen Vorstand zu wählen. Im Regionalanglerverband (RAV) Stralsund sind 15 Anglervereine mit über 720 Mitgliedern vereint. Der RAV ist Mitglied der Landesanglerverband M-V und vertritt dort gebündelt die Interessen der einzelnen Vereine. Der RAV ist aus dem Kreisfachausschuss des DAV des Altkreises Stralsund hervorgegangen. Der Regionalanglerverband Stralsund hat in seinem Bereich 115,58 ha Gewässerfläche und 9,5 km Fließgewässerstrecke. Die Delegierten bestätigten Hermann Stadler in seiner Funktion als Vorsitzenden. Ursula Lutter wurde im Amt der Schriftführerin ebenso wiedergewählt wie Silvio Bobsin als Kassenwart. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des RAV wählten die Delegierten André Meißner, der weiterhin den Bereich des Gewässerwartes durch Wiederwahl innehält. Gerhard Zaade wurde im RAV mit der Aufgabe des Jugendwartes betraut und rundet den Vorstand für die nächsten vier Jahre ab. "Arbeitsschwerpunkt der neuen Etappe im RAV bleibt die Verbesserung der Angelbedingungen im Landkreis Vorpommern-Rügen. Ebenso haben wir den Delegierten das Thema "Angeln im Stralsunder Hafen" zur Diskussion in ihren Vereinen mitgegeben und wollen dazu einen gemeinsamen Standpunkt erarbeiten", berichtete André Meißner. Die Unterstützung der Jugendarbeit innerhalb der Mitgliedsvereine mit eigenen Jugendgruppen ist ein weiterer Schwerpunkt. "Wo ein regionales Interesse besteht, wollen wir gemeinsam mit dem Landesanglerverband mit Eigentümern von Gewässern Pachtverhandlungen über das Fischereirecht aufnehmen. Daher wäre es weiter wichtig, uns Anregungen und Details von Gewässern wie Zuwegung, Fischbestand, Landangelstellen usw. mitzuteilen", rundete Meißner ab.


05.04.2014 Ostsee Zeitung

Wismar: Angler werden im Alten Hafen vertrieben

Wismar – Angler in der Region sind sauer: Sie dürfen im Alten Hafen in Wismar nicht mehr an gewohnter Stelle angeln. Ausgerechnet da, wo der Hering beißt. Der Pächter des Kais im Westhafen hat 190 Meter sperren lassen – zeitweise für die Heringssaison. „Die Angler nehmen keine Rücksicht. Es kam immer wieder zu Sachschäden an den Booten“, nennt Uwe Deutschmann vom Sportbootservice Westhafen Wismar einen Grund für das Verbot.


31.03.2014 Ostsee Zeitung

Stralsunder rettet zwei Angler vor dem Ertrinken
Torsten Ladwig zieht die 64 und 70 Jahre alten Ribnitzer schnell aus dem acht Grad kalten Sund. Beide bleiben unverletzt.

Stralsund – Das war Rettung in letzter Minute: Als zwei Männer am Sonnabend gegen 12 Uhr etwa 400 Meter östlich der Sundbrücke vor Grahlerfähre mit ihrem kleinen Ruderboot kentern, sind zwar mehrere Heringsangler in der Nähe und gucken, doch keiner eilt den Verunglückten zu Hilfe. Da nimmt ein Offshore-Angelboot schnell Kurs auf die etwa 30 Meter entfernt im Wasser treibenden Männer. Die acht Meter lange „Rijejo“ kann die Angler gut aufnehmen, ohne selbst ins Straucheln zu kommen. „Ich war gerade mit Gästen zum Heringsangeln unterwegs, da haben wir das leere Boot gesehen und sind sofort zum Unfallort gefahren. Ich habe die beiden an Bord geholt. Sie waren erschöpft, etwas ängstlich, und natürlich hatten sich ihre Sachen ordentlich voll Wasser gesaugt“, erzählt Torsten Ladwiggestern am OZ-Telefon, während er schon wieder mit anderen Gäste vor Hiddensee unterwegs ist, um auf der beliebten Sonntagstour Dorsch zu angeln. Der 37-Jährige rettet die beiden älteren Angler und übergibt sie kurz darauf an die Besatzung eines kleineren Bootes mit weniger Tiefgang, so dass die 64 und 70 Jahre alten Petrijünger unverletzt an Land gebracht werden und von Grahlerfähre aus wieder ihre Heimreise antreten konnten. „Die Senioren hatten Glück, dass wir gerade in der Nähe geankert hatten. Ich schätze, dass sie so um die sieben Minuten im Sund schwammen, und das bei Wassertemperaturen von acht Grad. Das kann schnell schief gehen“, weiß der Chef der Stralsunder Firma Angeltouren und Bootsverleih. Auch die Wasserschutzpolizei geht davon aus, dass die beiden Ribnitzer Angler großes Glück hatten. „Offensichtlich war das Boot nach einer Bewegung gekippt,und die beiden fielen in den Sund. Ein paar Minuten länger im kalten Wasser, und die Männer hätten es nicht mehr geschafft“, sagt Polizeihauptkommissar Alexander Schumann gestern im OZ-Gespräch und ergänzt: „Nur einer der beiden Angler hatte eine Rettungsweste an. Das ist sehr unvernünftig. Wir möchten noch mal an alle Leute in ihren Booten appellieren: Bitte immer eine Rettungsweste tragen. Das ist zwar bei privaten Ruderbooten nicht Pflicht, rettet aber im Ernstfall Leben. Das sollten sich alle vor Augen halten.“ Ines Sommer


30.03.2014 Zeitung am Strelasund

Vereine holten viel Unrat aus den Stadtteichen

Foto - Jugendgruppe beim Müll sammeln
Arthur Janke, Dennis Martens, Leopold
Meißner, Jan Zahlmann, Lara Omieczynski (v.l.).
Foto: A. Meißner

Stralsund. Am letzten Wochenende trafen sich im ganzen Land Angler aus den Vereinen des Landesanglerverbandes zum „Tag der Gewässerpflege“. Auch der Meeresanglerclub Stralsund und der Sportanglerverein Voigdehäger See ließen es sich nicht nehmen, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen, berichtete der Gewässerwart des Regionalanglerverbandes Stralsund André Meißner. „Pünktlich um 8 Uhr startete die Jugendgruppe des Sportanglervereins Voigdehäger See begleitet vom Jugendwart Andreas Martens zum Kleinen Frankenteich“, berichtete Meißner, der auch Vorsitzender des Vereins ist. Die Motivation der jungen Petrijünger war groß. Wollten sie der Hansestadt damit doch auch für die Unterstützung der Jugendarbeit im Verein danken. „Wir packen mit an!“ sagte Dennis Martens, der bereits erfahrener Hase im Angelsport ist. „Aber es ist sehr traurig, was die Stralsunder hier alles in die Teiche werfen.“ Der Vorsitzende André Meißner fügte hinzu, dass vieles gefunden wurde: Staubsauger, Computermonitore, Gartengeräte, Feuerlöscher, Rollos, Teppiche, Warnbaken zählte er beispielhaft auf und machte damit deutlich, dass es sich hier nicht um „Anglermüll“ handelte. „Mengen an Glasflaschen haben wir gleich zum Altglascontainer gebracht“, sagte Arthur Janke und zeigte auf den neu gestalteten Platz dafür. „Es ist nicht zu fassen, warum so viele Stralsunder diesen kurzen Weg nicht auf sich nehmen wollen. Und außerdem stehen rings um den Teich doch auch Papierkörbe“, machte er sein Unverständnis deutlich. Lara Omieczynski deute auf ein weiteres unangenehmes Problem an den Teichen hin. „Diese vielen frischen Hundehaufen sind voll eklig!“ sagte die Elfjährige. „Eine Hundesatzung in der Stadt bringt nur etwas mit einer wirksamen Kontrolle“, fügte der Vereinsvorsitzende hinzu. „Wir brauchen die Stadt und wir brauchen die Stralsunder“, sagte André Meißner. Daher ist der Freund Jan Zahlmann abschließend auf den Punkt. „Wenn Gewässerwart froh über die begonnen Gespräche mit der Verwaltung der Hansestadt zur künftigen Gewässerpflege. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass unsere Teiche erlebbarer werden, so Meißner. Denn an sauberen Uferabschnitten ist die Hemmschwelle für Vermüllung, aber auch das Bewusstsein der Stralsunder für die Sauberhaltung größer, ist er sich sicher. „Wir haben einen Anfang gemacht. Jetzt seid Ihr dran!“ brachten es Leopold Meißner und sein uns der Oberbürgermeister jetzt ein Eis spendieren würde, das wäre toll“, sagten die beiden achtjährigen Teichaufräumer lachend und brachten gemeinsam die letzten gesammelten Flaschen in den Container. Als der Landtagsabgeordnete Detlef Lindner vom Einsatz der fünf jungen Petrijünger an unserem Kleinen Frankenteich erfuhr, lud er sie spontan zu einem Eisbecher ein und bedankte sich so für die in ihrer Freizeit vollbrachte Arbeit.


29.03.2014 Ostsee Zeitung

Wegweiser für Wassersportler durch die Natur
Die neue Naturschutz-Seekarte für den Greifswalder Bodden liegt druckfrisch vor.

Rügen – Das vor zwei Jahren vom Stralsunder Ostseebüro der Naturschutzorganisation WWF erarbeitete Faltblatt mit Seekarte, das den Titel „Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Greifswalder Bodden und Strelasund“ trägt, wurde jetzt aktualisiert und liegt seit wenigen Tagen druckfrisch vor. Die farblich markierten Seekarten informieren Wassersportler und Angler über sensible Flachwasserbereiche, die in den Wintermonaten wegen des Aufkommens von Zugvögeln oder ganzjährig als Rückzugsraum zum Schutz von Pflanzen und Tieren nicht befahren werden sollen. Auf der Rückseite sind interessante Informationen zu charakteristischen Arten und Lebensräumen sowie spezielle Hinweise für Angler, die im Natura 2000 Gebiet ihre Rute auswerfen wollen. Der Flyer wurde durch das WWF Ostseebüro aktualisiert und vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern herausgegeben. „Neu ist eine Kooperation mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das uns freundlicherweise die Seekarte zur Verfügung stellte und die Faltblätter gedruckt hat“, sagt Florian Hoffmann, Schutzgebiets-Betreuer beim WWF. Die Flyer werden in den kommenden Wochen durch das WWF-Ostseebüro in den Häfen und Vereinen rund um den Bodden verteilt werden. Das Faltblatt kann zudem im Internet heruntergeladen oder direkt über das WWF-Ostseebüro in Stralsund bezogen werden. Außerdem finden in dieser und in der kommenden Woche die drei Saisonauswertungen der Freiwilligen Vereinbarung statt. Dafür sind Treffen für die Regionen Rügen, Strelasund, Greifswald und Wolgast geplant. Dazu sind interessierte Wassersportler und Angler herzlich eingeladen. Bei Interesse können sich Personen beim Schutzgebietsbetreuer Florian Hoffmann vom WWF- Ostseebüro erkundigen. Rico Nestmann


19.03.2014 Ostsee Zeitung

Boddenschutz: Vereine halten Regeln ein
Kontrollen ergaben nur wenige Verstöße in sensiblen Gebieten. Land verteilt neue Naturschutz-Seekarte.

Von Sven Jeske
Greifswald – Zehn Jahre, nachdem regionale Wassersport- und Angelvereine, die NaturschutzorganisationWWFunddasLandesumweltministerium eine freiwillige Vereinbarung für eine schonende Nutzung des Greifswalder Boddens unterzeichneten, hält sich das Gros der Segler, Angler,KanutenundMotorbootfahrer offenbar an die damals getroffenen Regeln. „EineAuswertungdes vergangenen Jahres hat ergeben, dass 80 Prozent aller Angler und Motorbootfahrer, die auf dem Bodden und dem angrenzenden Strelasund unterwegs waren, ausgewiesene Schutzzonen respektierten und mieden“, erklärte gestern Florian Hoffmann, WWF-Gebietsbetreuer für den Bodden.Umdie Einhaltung der Vereinbarung zu kontrollieren, hatten Hoffmann und Mitstreiter an mehreren Tagen für jeweils eineinhalb Stunden Posten in sensiblen Gewässerabschnitten bezogen und Segel-, Angel- und Motorboote beobachtet. „Alle 15 Minuten notierten wir die Positionen der Boote und registrierten dabei, ob sie sich außerhalb oder innerhalb der jeweiligen Schutzzone befanden“, beschreibt Hoffmann die Vorgehensweise. Für eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung der Lage, räumte er ein, genügten die so erhobenen Daten nicht.Doch gäben sie zumindest einen Anhaltspunkt für das Verhalten von Wassersportlern und Anglern. Jene bekommen nun eine neue Naturschutz-Seekarte für den Greifswalder Bodden in die Hand: Die löst ein gleichartiges Faltblatt ab, das vornunmehracht Jahren erstellt und seitdem in immer neuer Auflage verteilt worden war. „Die neue, farblich markierte Seekarte informiert über sensible Flachwasserbereiche, die in den Wintermonaten aufgrund der Zugvögel oder ganzjährig – als Rückzugsraum – zum Schutz von Pflanzen und Tieren nicht befahren werden sollen“, erklärt Florian Hoffmann. Auf der Rückseite stünden interessante Informationen zu charakteristischen Arten und Lebensräumen des Boddens sowie spezielle Hinweise für Angler, dieim Europäischen Vogelschutzgebiet ihre Rute auswerfen wollen. Der Flyer wurde durch das WWF-Ostseebüro aktualisiert und vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern herausgegeben. Neu ist eine Kooperation mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das die Seekarte zur Verfügung stellte und die Faltblätter gedruckt hat. „Wir und andere werden das Faltblatt in den kommenden Wochen in den Häfen und Vereinen rund um den Bodden verteilen“, kündigt Hoffmann an. Erhältlich sei es auch im Internet oder direkt über das WWF-OstseebüroinStralsund. Die Seekarte, merkt der WWF-Mann an, sei auf dem aktuellsten Stand und zeige Bodden und Strelasund auf einen Blick. Mit dem Faltblatt an Bord, meint Hoffmann, könne sich niemand, der gegen Regeln verstößt und dabei erwischt wird, damit herausreden, die Schutzzonen nicht gekannt zu haben.


15.03.2014 Ostsee Zeitung

Sperrzone für Angler auf dem Rügendamm

Foto - Sperrzone Rügendamm
Die Markierung in Gelb-Orange zeigt den
Petrijüngern den gekennzeichneten Abschnitt,
in dem das Angeln verboten ist.
Foto: Christian Rödel

Stralsund – Jetzt kann’s teuer werden, wenn man im gesperrten Abschnitt des Rügendamms die Angel auswirft. Bisher haben die Wasserschutzpolizisten bei den vielen Heringsfans auf der Brücke Gnade vor Recht ergehen lassen, doch ab heute wird hart durchgegriffen. Und damit jeder Petrijünger weiß, wo er seine Route auswerfen darf, ist die Sperrzone in Gelb-Orange gestaltet worden. „Für die Wassersportler, die mit dem Boot unterwegs sind, haben wird natürlich auch im Sund Schilder angebracht, so dass man jetzt von allen Seiten gewarnt wird, wo das Angeln verboten ist“, sagt Manfred Müller von der für die Brücken zuständigen Straßenmeisterei in Martensdorf und ergänzt: „Es gab immer wieder Beschwerden von der Fahrgastschifferei über die Angler auf dem Rügendamm. Denn wenn so ein Cabrio-Schiff unter der Brücke durchfährt und von oben werfen die Leute ihre Angel aus, lebt so mancher an Deck sehr gefährlich. Und es will ja wohl keiner, dass jemand einen Angelhaken in den Kopf bekommt.“ Nach der bestehenden Seeschifffahrtsstraßenordnung war das Angeln auf der Brücke schon immer verboten. Man habe jedoch die vielen Petrijünger aus nah und fern nicht verprellen wollen. Nun werde konsequent auf mehr Sicherheit gesetzt. is


11.03.2014 Ostsee Zeitung

Frustrierte Angler: Kein Biss in vier Stunden
Die Petrijünger auf dem Rügendamm müssen sich offenbar noch gedulden. Bisher hatten sie hier kaum Glück.

Foto - Wasserschutzpolizei
Angler Ingbert Breißer wird von Mathias
Niklas (r.) und Dirk Ohlert von der
Wasserschutzpolizei kontrolliert.
Fotos: Christian Rödel

Stralsund – Nein, noch stehen sie nicht wie auf der Perlenschnur aneinander gereiht auf dem Rügendamm, um einen Hering nach dem anderen aus dem Strelasund zu ziehen. Die ersten Heringsangler zeigten sich gestern frustriert, weil ihnen noch kein einziger Silberling an den Haken gehen wollte. „Wir sind wohl 14 Tage zu früh hier, aber das schöne Wetter hat mich dazu verlockt, es schon jetzt mal zu probieren“, sagte gestern Norbert Börst (64), der extra in den frühen Morgenstunden von Neustrelitz nach Stralsund gefahren war. „In den vier Stunden, die ich hier stehe, hatte ich aber keinen einzigen Biss, das ist schon ärgerlich“, so der Vorruheständler, der schon seit mehreren Jahren stets im Frühling auf dem Rügendamm steht und hier eigentlich die Silberlinge zu Hunderten angelt. Anfang April will der Neustrelitzer dann wieder regelmäßig dem Hering von der Brücke nachstellen, entschied er. „Ich hatte drei Barsche am Haken, aber die waren so klein, dass sie wieder im Sund gelandet sind“, erzählte Steffen Ewert aus Demmin. Der 32-Jährige will mit seinem Kumpel ebenfalls erst wieder in zwei Wochen sein Petri-Glück auf dem Rügendem versuchen. Mit einer Routinekontrolle begann der Angelsaison-Auftakt für Ingbert Breißer aus Burow bei Altentreptow. Die beiden Beamten Polizeiobermeister Mathias Niklas und sein Kollege Polizeikommissar Dirk Ohlert von der Stralsunder Inspektion der Wasserschutzpolizei wollten den Fischereiausweis des 60-jährigen Mannes sehen. Nachdem sie die Korrektheit des Angelausweises überprüft hatten, gaben die Beamten dem Hobbyangler noch den Hinweis, dass das Fischen im Fahrrinnenbereich verboten ist. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund bereite gerade eine Kennzeichnung vor, an welchen Stellen zukünftig nicht mehr die Angelrute ausgeworfen werden darf. „Damit soll verhindert werden, dass ein anderer Bootsführer verletzt wird“, erklärt Polizeikommissar Dirk Ohlert. Christian Rödel


07.02.2014 Ostsee Zeitung

Kampf hat sich gelohnt: Angelstellen jetzt ausgewiesen
Neue Verordnung regelt Verhaltensweisen am Naturschutzgebiet „Richtenberger See“.

Von Reinhard Amber Richtenberg/Franzburg – „Wir sind sehr zufrieden mit dem jetzt vorliegenen Entwurf zur Verordnung über das Naturschutzgebiet Richtenberger See“, sagt Bürgermeister Karldiether Wegner. „Denn alle Dinge, die uns tangieren, sind aus der Naturschutzzone heraus genommen worden. So wurden die Belange der Angler respektiert, unser Aussichtsturm akzeptiert und vor allem der Rundweg um den See nicht in Frage gestellt“, freut sich Wegner. Durch das Landwirtschaftsministerium in Schwerin wurde dem Landkreis und dem Amt Franzburg-Richtenberg jetzt der Schriftsatz zur Stellungnahme zugesandt. Auf ihrer letzten Sitzung haben die Abgeordneten in Richtenberg der Verordnung bereits zugestimmt. In dieser ist nun genau geregelt, welche Gebiete rund um den See ausschließlich dem Naturschutz vorbehalten sind und welche Gebiete weiterhin öffentlich zugänglich sind. So gibt es beispielsweise zwei Angelstellen, die über Wege sowohl von Franzburg als auch von Richtenberg aus zugänglich sind. Dafür haben die Angler auch lange Zeit kämpfen müssen. Der See gilt nämlich als fischreich. Der jetzt vorliegende Entwurf der neuen Verordnung regelt ebenfalls jene Stellen, in denen eine gärtnerische Mahd möglich ist. In 26 Punkten sind alle Handlungen aufgeführt, die im Naturschutzgebiet untersagt sind. Dazu zählen alle Baumaßnahmen, die von Aufschüttungen bis hin zum Verlegen von Leitungen oder dem Aufstellen von Bild- und Schrifttafeln reichen. Ausdrücklich untersagt ist auch das Baden oder Tauchen im See, das Grillen und Feuermachen. Ebenso dürfen die zu schützenden Gebiete nicht mit Fahrzeugen befahren werden. Das Naturschutzgebiet „Richtenberger See“ umfasst eine Größe von 195 Hektar. Seine Ausweisung ist Ergebnis des Planfeststellungsbeschlusses zum Neubau der Autobahn 20, deren letztes Teilstück am 7. Dezember 2005 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel nach 14 Jahren Planung und Bau übergeben worden war. Die Wiederherstellung des Richtenberger Sees war als sogenannte Kompensationsmaßnahme für die erheblichen Eingriffe in die Natur gedacht, die der Autobahnbau zwischen den Anschlussstellen Tribsees und Grimmen-Ost verursacht hat. Der See, der bereits im 13. Jahrhundert erwähnt worden sein soll, war 1936 durch den Reichsarbeitsdienst trockengelegt worden. Nach der Fertigstellung der A 20 war 2006 mit der Flutung der rund 130 Hektar begonnen worden. Das Gewässer trennt übrigens Franzburg und Richtenberg, denn genau in der Wassermitte verläuft die StadtGrenze. Deshalb hatte es auch um die Bezeichnung immer wieder Diskussionen gegeben. In dem jetzt übergebenen Entwurf der Verordnung ist allerdings nur von „Richtenberger See“ die Rede. In Franzburg ist der Entwurf der Verordnung ebenfalls eingetroffen, wie Bürgermeister Mathias Blümel (SPD) bestätigte. Die Franzburger haben um terminlichen Aufschub gebeten, weil bislang noch keine Zeit war, das Papier zu behandeln. Hier dürfte es aber auch keine Bedenken geben, mutmaßt der Bürgermeister.


06.02.2014 Ostsee Zeitung

Rekordwelle: Angeln in MV so beliebt wie nie zuvor
Vereine freuen sich über 1000 neue Mitglieder binnen sechs Monaten. Immer mehr Skandinavier reisen wegen der Riesen-Hechte an. Tierschützer üben Kritik.

Von Carolin Riemer und Kerstin Schröder Rostock – Volkssport Angeln: Die Zahl der Hobbyangler hat in Mecklenburg-Vorpommern ein Rekordhoch erreicht. Auch die Zahl der ausgegebenen Angelkarten steigt. „In den vergangenen sechs Monaten haben unsere Vereine mehr als 1000 neue Mitglieder bekommen“, berichtet Axel Pipping, Geschäftsführer des Landesanglerverbands. Vor allem junge Leute würden die Reihen der Hobbyangler verdichten. Grund: Kinder unter 14 Jahren benötigen seit Mai 2013 keinen Fischereischein mehr. „Ein Gesetz, das wir sehr begrüßen“, sagt Pipping. Sein Verband zählt zurzeit 43 000 Mitglieder. Damit ist er nach dem Kleingarten- (70 400) und dem Fußballverband (52 200) die drittgrößte Interessenvertretung in MV. Laut Kerstin Lenz vom Tierschutzbund MV gehe das Angeln in Ordnung, „wenn die Tiere zum Verzehr gefangen werden“. Unnötigem Stress sollte man sie nicht aussetzen: „Fische sind kein Spielzeug“, sagt sie. Trotzdem würden einige Hobbyangler Fische nur aus dem Wasser holen, um sie zu fotografieren und sie dann wieder freizulassen. „Das ist Quälerei“, kritisiert die Tierschützerin. Seit Jahren wird das Angeln in MV immer beliebter. 2013 sind mehr als 100 000 Fischereischeine auf Lebenszeit ausgestellt worden. Hinzu kommen mehr als 20 000 zeitlich befristete Angelscheine für Touristen. Die Kosten für die nötigen Dokumente wurden zu Beginn des Jahres um bis zu vier Euro erhöht, liegen aber trotzdem weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Das lockt auch Angler aus Skandinavien an. „Es fischen immer mehr Schweden bei uns, obwohl ihre Heimat ein Angler-Paradies ist“, sagt Jens Feißel vom „Team Bodden-Angeln“ auf der Insel Rügen. Vor allem auf Hechte hätten sie es abgesehen. Die Raubfische seien in den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns besonders groß. Vor allem in den Boddengewässern, nahe der Insel Rügen, würden sich viele Riesen-Hechte tummeln. „Sie sind mehr als einen Meter lang. Traumfische für jeden Angler“, sagt Feißel. Seit 1998 bietet er geführte Angeltouren und Lehrgänge an. „Die Nachfrage wächst ständig“, berichtet der Unternehmer. Mittlerweile sei seine Firma das größte Angelguiding-Unternehmen in Europa. Für Kai Dunkelmann, Berufsfischer aus dem Ostseebad Boltenhagen (Nordwestmecklenburg) hat es nichts mit Hobbyangeln zu tun, wenn kistenweise Fische gefangen und dann weiterverschenkt oder verkauft werden. „Das ist Handel – auf Kosten der Berufsfischer“, klagt Dunkelmann. Richtig wäre es, wenn jeder Angler nur das an Land holt, was er selbst essen kann. 281 ehren- und hauptamtliche Fischereiaufseher, sowie die Wasserschutzpolizei, kontrollieren die Angler in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei ertappten sie im Jahr 2012 mehr als 500 Angler ohne Fischerei-Berechtigung. Ein Vergehen, das mit einem Bußgeld bis 200 Euro geahndet wird


06.02.2014 Ostsee Zeitung

Riesen-Hecht an Land „gezupft“
Top-Ergebnisse bei der Aktion „Fisch des Jahres 2013“. Für 2014 liegen erste Rekord-Meldungen vor.

Foto - Super-Hecht
Toller Start: Jens Gurr aus Gützkow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) fing am 7. Januar im
Stralsunder Hafen diesen Super-Hecht. Fotos: priva

Von Volker Penne Stralsund – Das neue Angeljahr ist gerade mal gut einen Monat alt und schon liegen die ersten Rekordmeldungen vor. Ein 1,23 Meter langer Hecht hat zum Beispiel im Stralsunder Hafen an der Angel gezappelt – eine halbe Stunde lang. Dann hat Jens Gurr (56) aus Gützkow (Vorpommern-Greifswald) den mächtigen Fisch an Land gehabt. Geködert hat er den kapitalen Hecht mit einem sogenannten Carolina-System. „Dabei kommt es auf das gefühlvolle Zupfen an“, erklärt der Hobbyangler. Dabei werde mit Patronenblei und Glaskugel ein Klacken verursacht. Dahinter befinde sich ein Gummifisch als Köder. Diesen sogenannten Nachläufer hat sich der große Raubfisch geschnappt. Nach aufregendem Drill und vier misslungenen Versuchen, das 14,48 Kilogramm schwere Exemplar zu keschern, half ein Sportfreund mit einem Riesen-Netz aus. Glücklich wuchtete Gurr, der seit seinem siebten Lebensjahr angelt, den Brocken hoch. Dieser Superfisch beschert ihm derzeit den ersten Platz in der Hecht-Kategorie bei der Gemeinschaftsaktion „Fisch des Jahres 2014“ von OSTSEE-ZEITUNG, Landesanglerverband (LAV) und dem Rostocker Angelfachmarkt Rod‘sWorld. „Das ist eine echte Ansage, und die Carolina-Systeme haben sich bewährt“, weiß Felix Bockholt (30), Filialleiter von Rod‘s World. Der Angel-Fachmann zollt aber auch dem Siegerfisch des Jahres 2013 in diesemBereich Respekt. Der Neubrandenburger Frank Scharmer hatte einen 13 Kilo schweres Exemplar im Tollensesee überlistet. „Zudem hat es beispielsweise bei den Karauschen so richtig gekracht“, resümiert Andreas Schlüter (51), der Pressereferent des LAV. Ihm gefällt zudem die Artenvielfalt. „Es liegen Ergebnisse in 38 Kategorien vor“, verdeutlicht Schlüter. Mächtig stolz ist derweil der sechsjährige Till Dallmann auf seinen Papa Frank. Der Tischler aus Rehna (Nordwestmecklenburg) hat nämlich im Juni die Rekord-Karausche gefangen – mit einem Maiskorn. „Anfänglich dachte ich an einen Karpfenbiss“, erinnert sich der 37-Jährige. Er hatte im Menzendorfer See bei Grevesmühlen eine Posen-Montage kurz über Grund gewählt. „Mein Angel-Freund Daniel Heinrich (39) hat diesen stattlichen Fisch zuerst nicht für eine Karausche gehalten“, erzählt Dallmann. Für eine Überraschung sorgte auch beim erfahrenen Petrijünger Imre Gdanitz ein Biss in der Lübecker Bucht. Hatte sich doch ein dicker Roter Knurrhahn den 70 Gramm schweren Pilker des Schweriner Anglers geschnappt. Aus 16 Metern Tiefe kurbelte der 43-jährige Handwerker den farbenprächtigen Fisch, dessen Vorderflossen flügelartig ausgebildet sind, aus der Ostsee. 34 Zentimeter war das 0,38 Kilogramm schwere Tier lang. Beim Treffen der Besten des vergangenen Jahres im Frühling wird auch Stefan Uckert dabei sein. Der 28-jährige Straßen- und Tiefbauer erhält die Auszeichnung für das Top-Ergebnis in der Kategorie Schleie. Konnte doch ein 2,4 Kilogramm schweres und 55 Zentimeter langes Exemplar im Kiessee Zachun (Landkreis Ludwiglust-Parchim) seiner Karpfen-Montage nicht widerstehen. In diesem Jahr will der 28-Jährige vor allem in den Karpfen-Kategorien wieder mitmischen. Was bei den Meldungen zu beachten ist, sehen Sie, liebe Angelfreunde, im Kasten unten.

Rekordfänge in 38 Kategorien

Fischart Gewicht* Länge** Fänger Datum Fangort
 Aal  2,030  98,0  Peter Vick 04.08.2013 Krummer See
 Aalmutter  0,240  38,0  Peter Vick  07.04.2013 Ostsee
 Aland  2,350  54,0  Holger Behrens  15.11.2013 Warnow
 Bachforelle  2,140  59,0  Wilfried Redmer  02.06.2013 Stepenitz
 Barsch  2,070  48,5  Paul-Friedrich Ahrens  05.06.2013 Warnow
 Blei  3,950  68,0  Paul Uschinski  28.04.2013 Barthe
 Döbel  3,160  55,0  Klaus-Dieter Rinow  07.03.2013 Barthe
 Dorsch  6,250  86,0  Uwe Matthews  16.10.2013 Ostsee
 Flunder  1,260  51,0  Udo Schönherr  03.04.2013 Ostsee
 Giebel  1,156  38,0  Heiko Bierschenk  06.10.2013 Elde
 Graskarpfen  20,000  104,0  Lothar Darm  06.06.2013 Cämmerer See
 Gründling  0,037  15,5  Gerold Lauck  25.08.2013  Alte Elde
 Güster  0,520  34,0  Martin Häuser  20.05.2013 Oberwarnow
 Hecht  13,000  1,26  Frank Scharmer  13.10.2013 Tollensesee
 Hering  0,329  34,7  Hans Schaubach  14.11.2013 Ostsee
 Hornhecht  0,660  79,0  Frank Klohn  23.09.2013 Ostsee
 Karausche  2,270  45,0  Frank Dallmann  21.06.2013 Menzendorfer See
 Karpfen  19,300  94,0  Michael Jentzen  06.09.2013 Petersdorfer See
 Kaulbarsch  0,180  23,0  Hartmut Krüger  21.09.2013 Schmollensee
 Köhler  1,213  41,0  Bodo Schulz  09.11.2013 Ostsee
 Makrele  1,700 47,5  Steven Vökler  07.08.2013 Ostsee
 Mamorkarpfen  28,000  115,0  Brandon Mittelstädt  06.10.2013 Mildenitz
 Meerforelle  6,550  87,0  Christian Will  16.02.2013 Unterwarnow
 Plötze  0,860  38,0  Jörg Gruse  18.07.2013 Oberwarnow
 Quappe  2,050  70,0  Jörg Suchland  25.09.2013 Peenestrom
 Rapfen  3,300  70,0  Bodo Quandt  13.08.2013 Schweriner Innensee
 Regenbogenforelle  3,211  57,0  Guido Wiede  09.01.2013 Ostsee
 Roter Knurrhahn  0,380  34,0  Imre Gdanitz  16.11.2013 Ostsee
 Rotfeder  0,751  35,0  Sebastian Bollbuck  22.08.2013 Warnow
 Schleie  2,400  55,0  Stefan Uckert  09.08.2013 Kiessee Zachun
 Schwarzmundgrundel  0,100  18,0  Christian Friel  11.08.2013 Unterwarnow
 Seeskorpion  0,398  28,0  Steven Vökler  24.04.2013 Ostsee
 Steinbutt  1,900  48,0  Günter Schwebke  10.08.2013 Ostsee
 Ukelei  0,070  18,0  Ulrich Winter  18.05.2013 Warnow
 Wels  41,000  174,0  Claus Borchers  27.05.2013 Klein Pritzer See
 Wittling  0,665  44,0  Erich Godemann  06.09.2013 Ostsee
 Zander  8,200  92,0  Michael Jentzen  07.10.2013 Oberwarnow
 Zope  1,100  49,0  Mario Beier  11.08.2013 Sude

* in Kilogramm                ** in Zentimeter


18.12.2013 Ostsee Zeitung

Fisch-König kommt aus Hohenwieden
18 kapitale Fänge sind dieses Jahr für die Grimmener Fisch-Hitparade eingereicht worden.

Foto - Die Sieger 2013
Nahmen die Pokale entgegen: Von links Regina Palnau (für Sven Palnau), Alexander Olschina,
Fischkönig Bernd-Dieter Rudolf, Hannes Hahn, Jeannette Landau (für Nick Stümer) und
Jürgen Mähl. Foto: Peter Schlag

Von Peter Schlag Grimmen – Der Fisch-König 2013 kommt aus Hohenwieden. Bernd-Dieter Rudolf lag mit der von ihm gefangenen Rotfeder am nächsten am Deutschen Rekord. Und ist damit Sieger in der diesjährigen Grimmener Fisch-Hitparade. Sie ist eine schon traditionelle Gemeinschaftsaktion, die von den hiesigen Sportfischern, dem Kreisangelverband, dem Angelshop Dietmar Schlager und der OSTSEE-ZEITUNG veranstaltet wird. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. November sind mehrere kapitale Fänge in die Wertung eingegangen. Um die Sieger in den einzelnen Kategorien zu küren, wird wie schon erwähnt der Deutsche Rekord als Maßstab herangezogen. Die Rotfeder, die Bernd-Dieter Rudolf vor Altefähr aus dem Wasser zog, war 47 Zentimeter lang und wog 1,58 Kilogramm. Das waren – im Vergleich – 52,49 Prozent des Deutschen Rekordes, der im Fall der Rotfeder bei 3,01 Kilogramm liegt. Dass eine Rotfeder in die Wertung eingeht – in der Allgemeinen Klasse – ist eher selten. Meist sind es Aale, Hechte und Karpfen, die im Anglershop von Dietmar Schlager für die Wertung vermessen werden. 117 Zentimeter lang war der Hecht, mit dem Alexander Olschina in der Klasse Hecht den Sieg holte. Übrigens sozusagen ein Start-Ziel-Sieg. Denn der kapitale Fischzug gelang dem Grimmener, als die Fisch-Hitparade gerade gestartet war. „Wir sind am 1. Mai gleich rausgefahren“, erzählt Alexander Olschina über die Tour zur Glewitzer Bucht, gegenüber von Stahlbrode. Und dort holte er den XXL-Hecht aus dem Wasser, der 10,26 Kilogramm auf die Waage brachte. Die Allgemeine Klasse wird bei der Fisch-Hitparade langsam zu einer Familienangelegenheit. Für 2012 wurde der Name David Hahn in den Sockel des Siegerpokals eingraviert, für einen großen Brassen. Dieses Jahr ist sein Bruder Hannes Sieger, ebenfalls für einen Brassen, der mit 67 Zentimeter und 3,54 Kilogramm in die Wertung einging. Der 15-jährige Süderholzer, in Bartmannshagen zu Hause, versucht seit etwa acht Jahren sein Petri Heil. Und einige große Karpfen und Aale hat Hannes schon gefangen. Ein bevorzugtes Revier ist der Strelasund. „Aber auch in der Grimmener Badeanstalt bin ich zum Angeln“, erzählt er. 18 kapitale Fänge sind dieses Jahr in die Wertung eingegangen, drei mehr als 2012. Am meisten in der Klasse Aal, wo Sven Palnau (Grimmen) für einen 82 Zentimeter langen und 1,04 Kilogramm schweren Aal den Sieg zugesprochen bekam. Sven Palnau belegte auch in der Wertungsklasse Zander Platz eins, mit einem Fang von 92 Zentimetern und 6,66 Kilogramm. In der Wertungsklasse Karpfen war ein von Toni Grund aus Grimmen gefangener Karpfen der größte Brocken (73 Zentimeter, 6,70 Kilogramm).


13.12.2013 Ostsee Zeitung

Polizei stellt Angel-Sündern in Häfen nach
In Fisch-„Winterlagern“ Mecklenburg-Vorpommerns gelten neue Regeln.

Foto - Angler Stralsunder Hafen
Zeitlich begrenzt: Im Stralsunder
Hafen dürfen Angler nur noch von
10 bis 18 Uhr den Fischen nachstellen.
Foto: Christian Rödel

Von Axel Meyer Rostock/Stralsund – Wenn das Wasser kälter wird, ziehen sich Zander, Barsch und Co. in ruhigere Gewässerbereiche zurück, etwa in Hafenbecken. Das wissen viele Angler, die auf reiche Beute hoffen – und sich dabei nicht immer an die Regeln halten. Allein im Stralsunder Hafen und auf dem Strelasund hat die Wasserschutzpolizei seit Mitte Oktober gut 40 Angler gestellt, die auf unerlaubte Weise den Fischen nachstellten – etwa zur falschen Uhrzeit angelten. Nur noch von 10 bis 18 Uhr ist das Angeln im Stralsunder Hafen vom 15. Oktober bis zum 15. April zulässig, teilt das Landesfischereiamt Lallf mit. Einschränkungen – sowohl zeitlich als auch bei der Angelmethode – gelten auch für die sogenannten Fisch-Winterlager im Hafen Wolgast sowie im Ryck in Greifswald, in der Uecker in Ueckermünde und im Lanckener Bek (Rügen). „Die Fische suchen in der kalten Jahreszeit die strömungsärmeren Bereiche auf, um Energie zu sparen“, erklärt der Lallf-Abteilungsleiter für Fischerei, Thomas Richter. Grund für die um sechs Stunden verkürzte Angelzeit pro Tag im Hafen Stralsund ist der Zander. Der begehrte Raubfisch beißt vor allem in der Dunkelheit, sagt Richter. Bei den vielen nächtlichen Fängen sei jedoch kaum ein Schutz der Zander möglich. Die neuen Zeiten – zuvor durfte dort bis 22 Uhr geangelt werden – stoßen bei Anglern kaum auf Gegenliebe. „Viele Berufstätige schaffen es bis 18 Uhr nicht ans Wasser“, sagt der Vorsitzende des Sportanglervereins Voigdehäger See Stralsund, André Meißner. Dennoch habe man sich mit den Vorgaben arrangiert. „Jeder ordentliche Angler versteht ja, dass es Regelungen geben muss, um die Bestände zu schützen“, sagt Meißner. Der Sprecher des Landesanglerverbands (LAV), Andreas Schlüter, appelliert daher, „die Vorgaben unbedingt einzuhalten“. Die meisten Hobby-Fischer würden dies tun – schließlich droht die Fischerei-Behörde mit einer kompletten Sperrung der Gebiete, sollten Verstöße überhandnehmen. „Es gibt aber auch schwarze Schafe“, sagt Schlüter. Und die würden es bisweilen nicht nur mit den Zeiten nicht so genau nehmen, sondern auch mit Mindestmaßen oder Fangbeschränkungen von maximal drei Zandern am Tag. Daher fordert der LAV mehr „intensive Kontrollen“ in den betreffenden Bereichen. Neben der Wasserschutzpolizei schauen derzeit rund 300 ehrenamtliche Fischereiaufseher im Land nach dem Rechten. Beim Missachten der zeitlichen Vorgaben werden zwischen 35 Euro und bis zu 500 Euro im Wiederholungsfall fällig. 2012 war die Zahl der „ordnungswidrigen Handlungen“ beim Angeln um fast 500 auf 1336 im Vergleich zu 2011 zurückgegangen. Laut Richter habe vor allem die Einführung des Touristenfischereischeins beigetragen.


09.11.2013 Ostsee Zeitung

Die Riesen machen sich rar
Endspurt bei der Fisch-Hitparade läuft.

Foto - David Hahn mit seinem XXL-Hecht
David Hahn mit
seinem XXL-Hecht.
Foto: Dietmar Schlager

Grimmen – „Wir haben viel Fisch. Aber die Riesen fehlen noch.“ So beschreibt Dietmar Schlager, Inhaber des gleichnamigen Grimmener Anglershops, die Erfolge der Sportfischer in der Region. In Dietmar Schlagers Geschäft laufen die Meldungen für die Fisch-Hitparade zusammen, die im Mai gestartet wurde und noch bis Ende November läuft. Wobei: Einige große Fischzüge gab es. Dazu zählen zwei Fänge, die im Strelasund gemacht wurden. David Hahn holte dort einen 110 Zentimeter langen Hecht aus dem Wasser. Der Grimmener Thomas Lembke fing einen 109 Zentimeter langen Hecht. Die Fisch-Hitparade läuft noch bis zum 30. November. Gewertet wird in fünf Klassen – prämiert werden neben dem schwersten Hecht auch jeweils Aal, Karpfen und Zander, die die größten Gewichte auf die Waage bringen.


21.10.2013 Ostsee Zeitung

Angler feiern in Leyerhof
Kreisverband wurde vor 20 Jahren gegründet.

Grimmen – 670 Angler sind in den neun Vereinen des Kreisangelverbandes Nordvorpommern aktiv. Vor 20 Jahren, als der Kreisverband gegründet wurde, waren es 1260 Mitglieder. Diese Zahlen nannte Jürgen Mähl, der Vorsitzende des Kreisangelverbandes Nordvorpommern, während seiner Begrüßung beim Anglerfest in Leyerhof, zu dem der Kreisverband Mitglieder aus den einzelnen Vereinen und Gäste eingeladen hatte. „Viele Vereinsvorsitzende sind seit Anfang an engagiert dabei“, würdigte Mähl die Arbeit der Ehrenamtler. Jürgen Mähl hat im Kreisverband unter anderem mit Gewässerwart Klaus Zepernick und Hartmut Lau seit 20 Jahren das Ruder in der Hand. Gemeinsam seien sie nicht nur für die Umsetzung der Beschlüsse des Landesangelverbandes zuständig, sondern organisieren mit weiteren Mitstreitern auch Traditionsveranstaltungen. Feste Größe sind beispielsweise das Anangeln am 1. Mai sowie die jährliche Fisch-Hitparade, bei der erfolgreiche Sportfischer gekürt werden und die bis Ende November läuft. „Auch die Ausbildung der Angler gehört zu unseren Aufgaben“, sagt Mähl. Seit 1993 legten 1090 Interessenten die Prüfung zum Fischereischein ab. aj

Foto - Übergabe Ehrennadel
Jürgen Mähl (r.) überreichte Ulrich Sahr, Bernd Uecker und Hubert Rickelt die Ehrennadel in Gold. Foto: Almut Jaekel
Ausgezeichnete
Die Ehrennadel in Gold des Landesanglerverbande erhielten: Ulrich Sahr, „Zum Kormoran Brandshagen“, Bernd Uecker, „Sportfischer Trebeltal“, Hubert Rickelt, Grimmener Sportfischer. Silber: Henry Stecher, Ronny Gora, Walter und Erika Powels, Klaus und Peter Faforke („Trebelkanal 89 Tribsees“. Bronze: Karl Krey, „Am Otterteich Griebenow, Jens Sahr, Joachim Bergmann (Brandshagen), Detlef Müller, Axel Behnert, Gerd Joswig (Trebeltal“, Oskar Howe, Matthias Vahl, Sven Drings (Ortsangelverband Elmenhorst“)

19./20.10.2013 Ostsee Zeitung

Dicker Fisch am Haken

Foto - Hechtfang im Strelasund
Jan Kötz (l.) zog einen 1,30 Meter langen
und 14 Kilogramm schweren Hecht aus dem Strelasund.
Stralsund – Das ist doch mal ein richtiger Fang! Mit einer Länge von 1,30 Meter und einem Gewicht von 14 Kilogramm hatte Jan Kötz am Donnerstag einen dicken Fisch am Haken. „Ich angle wirklich schon lange, aber so einen Hecht fing ich noch nie“, sagt der Stralsunder, der immer mit einem Boot vom Sport- und Angelbootverleih Nagel auf den Strelasund fährt. Dort fing er auch den großen Hecht, ohne die genaue Stelle jedoch verraten zu wollen. Kein Geheimnis bleibt indes, was aus dem Hecht wird: „Der wird gekocht.“

11.10.2013 Ostsee Zeitung

Angeln im Hafen im Winter eingeschränkt

Stralsunder – Auf die Angler, die um diese Jahreszeit im Hafen ihre Köder auswerfen wollen, kommen schlechte Zeiten zu. Am 15. Oktober beginnt das so genannte Winterlager, das mit erheblichen Einschränkungen für die Hobby-Fischer verbunden ist. Grund: Zum Schutz der Bestände sollen Süßwasserfische wie Hecht, Zander, Barsch, Plötz oder Blei, die sich in denWintermonaten in das Stralsunder Hafenbecken und die Kanäle zurückziehen, geschützt werden. Das heißt: Grundsätzlich ist das Angeln im nördlichen Teil des Stralsunder Hafens sowie in allen Kanälen einschließlich des Flotthafens vom 15. Oktober bis 15. April kommenden Jahres verboten. Südlich der Linie Ballastkiste, Mittelmole bis Ziegelgrabenbrücke darf von 10 bis 18 Uhr geangelt werden, allerdings nur mit einer Handangel und speziellen Ködern und Haken, die in der Allgemeinverfügung zur Fischereiausübung im Hafen Stralsund konkret aufgelistet sind. WiedasLandesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei mitteilte, werden Zuwiderhandlungen als Ordnungswidrigkeit geahndet. Diese bei den Anglern umstrittene Winterlagerregelung gilt übrigens nicht nur für Stralsund, sondern auch für andere Gewässer an der mecklenburgisch-vorpommerschen Ostseeküste, zum Beispiel der untere Ryck in Greifswald, die untere Uecker und der Wolgaster Hafen.


27.09.2013 Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

Angeln in Küstengewässern wird teurer – Erlöse nutzen dem Gewässerschutz

Gemeinsam mit dem Landesanglerverband und dem Tourismusverband hat sich der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus auf eine Anhebung der Preise für die Angelerlaubnisse in Küstengewässern geeinigt. Ich bin froh, dass wir uns auf eine Lösung verständigt haben, die das Angeln in Küstengewässern weiterhin erschwinglich und attraktiv macht", so Dr. Backhaus.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das selbständige Fischereirecht in den Küstengewässern inne. Erstmals seit 2001 werden sich die Preise ab 1. Januar 2014 folgendermaßen verändern:

Jahresangelberechtigung für Erwachsene 30 € (+ 10 €)
Jahresangelberechtigung für Behinderte 10 € (neu)
Wochenangelberechtigung 12 € (+ 2 €)
Tagesangelberechtigung 6 € (+ 1 €)

Die Jahresangelberechtigung für Jugendliche kostet weiterhin 10 Euro.

Die Einnahmen aus den Angelerlaubnissen werden unter anderem für Besatzmaßnahmen, deren wissenschaftliche Begleitung oder auch als Kofinanzierung für mit EU-Fördermitteln finanzierte Projekte und Maßnahmen im Fischereibereich verwendet.

Seit dem Jahr 2000 wurden aus dem Verkauf der Angelkarten jährlich zwischen 100.000 und 150.000 Euro für den Besatz und deren Erfolgskontrolle ausgegeben, vorrangig für den Besatz von Meerforellen, aber auch von Schnäpeln und Hechten. Mit Meerforellen wurden faktisch fast alle geeigneten Meerforellengewässer des Landes Mecklenburg-Vorpommern besetzt.

Der Meerforellenbesatz war so erfolgreich, dass es zu einer enormen Ausweitung des Meerforellenfangs durch Angler und Fischer kam. Die ersten Gewässer konnten bereits aus dem Besatzprogramm herausgenommen werden, weil es wieder zu einer natürlichen Vermehrung der Meerforellen in diesen Gewässern kam und ein zusätzlicher Besatz nicht mehr erforderlich war.

Beim Schnäpelbesatz war der Besatz im Peenestrom ebenfalls erfolgreich. Der Besatz der Darß-Zingster-Boddenkette mit Ostseeschnäpeln wurde mangels Erfolges eingestellt. Trotz intensiver wissenschaftlicher Betreuung konnten die Gründe dafür nicht abschließend geklärt werden.

"Mit der moderaten Erhöhung der Preise für Angelerlaubnisse wird der finanzielle Rahmen zu einer Förderung der Fischerei sowie zum Schutz und zur Pflege der Gewässer geschaffen werden, der über die bisherigen Maßnahmen hinaus reicht", betonte Minister Backhaus.


01.06.2013 Ostsee Zeitung

Petri Heil: Angeln ohne Fischereischein
Kinder bis zum 14. Lebensjahr benötigen in Mecklenburg-Vorpommern keinen Sachkundenachweis mehr.

Rostock – Kinder bis zum 14. Lebensjahr benötigen in Mecklenburg-Vorpommern zum Angeln keinen Fischereischein mehr. Über die Gesetzesänderung und weitere Regelungen sprach die OZ mit Thomas Richter (52), Abteilungsleiter Fischerei im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei.
OSTSEE–ZEITUNG: Bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist nur noch eine Angelberechtigung nötig?
Thomas Richter: Bis zum Vorabend ihres 14. Geburtstages dürfen Kinder hierzulande nunmehr ohne Fischereischein angeln. Eine Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer aber müssen sie trotzdem erwerben.
OZ: Wie viele Kinder betrifft die Gesetzesänderung im Jahr? Warum benötigen sie eine Angelerlaubnis?
Richter: Im Nordosten profitieren schätzungsweise jährlich etwa 5000 Kinder von der Neuregelung. Der Fischereischein ist quasi ein staatliches Dokument und belegt, dass der Hobbyangler über die entsprechende Sachkunde verfügt. Die Angelerlaubnis stellt ein privatrechtliches Dokument dar, das von Eigentümern und Pächtern der Angelgewässer ausgegeben wird. In MV sind dies etwa 250.
OZ: Wer ohne Angelerlaubnis er- wischt wird, begeht eine Straftat?
Richter: Ein Verstoß wird strafrechtlich verfolgt. Wer ohne Angeler- laubnis von den 300 Fischerei- aufsehern im Nordosten angetroffen wird, macht sich der Fischwilderei schuldig. Er muss mindestens mit einer Geldstrafe rechnen.
OZ: Wie hoch ist diese in der Regel?
Richter: Im vergangenen Jahr wurden in MV 612 Verstöße registriert. Durch die Staatsanwaltschaften und Gerichte wurden in einigen Fällen bis zu 1000 Euro Geldstrafe verhängt.
OZ: Gilt diese Strafandrohung auch für Kinder?
Richter: Kinder müssen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bei entsprechenden Verstößen mit einem Angelverbot rechnen.
OZ: Was kostet den Nachwuchs beispielsweise eine Angelerlaubnis für die Küstengewässer?
Richter: Eine Angelerlaubnis für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr im Bereich der Küstengewässer kostet zehn Euro. Der Landesanglerverband bietet diese für seine Pachtgewässer für acht Euro an. Die Preise für die Angelerlaubnisscheine in den anderen gut 2000 Gewässern in MV fallen bei den Eigentümern und Pächtern dagegen sehr unterschiedlich aus.
OZ: Wer nun seinen 14. Geburtstag feiert, muss unbedingt eine Fischereiprüfung ablegen, um den Fische- reischein zu erhalten?
Richter: Wer keinen Fischereischein besitzt, kann seit 2005 ein zeitlich befristetes Dokument unter anderem bei Ordnungsämtern erwerben. Im Volksmund ist es auch als Touristenschein bekannt. Kostenpunkt: 20 Euro.
Interview: Volker Penne


01.06.2013 Ostsee Zeitung

Hechte starben nicht an einer Seuche
Die Feuerwehren sammelten 300 tote Fische ein. Die Landesbehörde hat die ans Ufer des Richtenberger Sees angeschwemmten Tiere untersucht – ohne Befund. Die Ursache bleibt nach wie vor unklar.

Foto - Tote Hechte im Gras
Zuerst wurden 40 tote große Hechte an Land
gespült – später wurden Foto: privat

Von Ines Sommer Richtenberg/Franzburg – Die Unsicherheit bleibt, denn auch die jüngsten Untersuchungen ergaben keine Erklärung für das plötzliche Fischsterben am Richtenberger See (OZ berichtete am 23. Mai). Vergangene Woche waren etwa 40 Hechte ans Ufer des Richtenberger Sees geschwemmt worden. Im Laufe der Woche sammelte die Feu erwehr noch mehr Fische ein. „Wir haben etwa 300 tote Hechte im Schilf gefunden – rund um den gan- zen See. Mittlerweile sieht alles wieder normal aus. Es wurde jetzt nichts mehr angeschwemmt“, sagt Manfred Darmitz, Stadtarbeiter in Richtenberg. Der 60-Jährige ist gleichzeitig stellvertretender Amtsfeuerwehr-Chef und war bei der Sammelaktion dabei. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock hatte die vom Kreis eingeschickten Hechte obduziert und auf bestimmte Erreger getestet. „Ich habe jetzt die Mitteilung bekommen, dass es bei den besagten Hechten keinen Nachweis für anzeigepflichtige Tierseuchen gibt“, sagte Dr. Frank Krakowski gestern Mittag gegenüber unserer Zeitung. Mit anderen Worten: Die Ursache bleibt weiterhin offen. Und auch die zuständige Abteilung der Kreisverwaltung, das Fachgebiet Wasserwirtschaft, kann nicht mit Ergebnissen dienen. „Wir haben eine Prüfung des Geländes vorgenommen. Da ist uns nichts aufgefallen – weder am Ufer noch im See. Das Wasser hat augenscheinlich eine gute Qualität, es ist klar. Und auch von Gestank konnte keine Rede sein. Wir haben auch keine Anzeichen dafür gefunden, dass irgendwo Gülle entsorgt wurde. Kurzum: Es gibt am und im Gewässer keine Auffälligkeiten. Auch für uns bleibt das Fischsterben ein Rätsel“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Nach Aussagen der Naturschützer hat gerade der Richtenberger See eine große Fischvielfalt. Umso unerklärlicher bleibt, warum gerade die großen Hechte gestorben sind. „Es gibt auch natürliche Ursachen für so einen Sachverhalt. Zum Beispiel Sauerstoffmangel. Im Fachjargon heißt das: Das Wasser kippt. Wir haben das zum Beispiel jedes Jahr am Jasmunder Bodden“, erklärt Veterinärmediziner Krakowski und ergänzt: „Man könnte jetzt toxikologische Unter suchungen in Auftrag geben. Aber dazu bräuchte man Hinweise, um welches Gift es sich handeln könnte. Sonst sucht man die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. Mal ganz abgesehen davon, dass das dann auch sehr teuer wird.“ Die Angler in Franzburg und Richtenberg sind jedenfalls erst einmal kuriert, trauen sich nicht, Fische aus dem Wasser zu ziehen. Getreu dem Motto: Man weiß ja nie... Fehlen Ergebnisse, bleibt natürlich immer viel Raum für Spekulationen. Da hört man schon von alten Richtenbergern die Vermutung, dass eine Müllkippe der Grund für das Fischsterben sei, denn der See entstand auf so einer Halde mit zum Teil recht zweifelhaftem Inhalt. Aber zu Projektbeginn – das Wiederanlegen des Sees war ja eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Autobahn 20 – wurde einiges abgefahren und dann alles mit einer Folie abgedeckt. Wie auch immer, es gibt genug Gerüchte-Nährstoff für all jene, die vor mehr als zehn Jahren schon gesagt haben, dass lieber der Neumühler Teich hätte angestaut werden sollen. Andere machen ein Gewitter für den rätselhaften Tod der Tiere verantwortlich. Und es wird wohl bei Vermutungen bleiben, denn neue Untersuchungen wurden bisher nicht in Auftrag gegeben.


30.05.2013 Ostsee Zeitung

Mehr Schwarzangler, weniger Kontrolleure
Ehrenamtliche Fischereiaufsicht wieder beim Land.

Foto - Angler am Gewässer
Schwarzangler müssen derzeit kaum Angst
haben, ertappt zu werden. Jetzt übernimmt
das Land wieder die Kontrollen. Foto: dpa

Schwerin – Die ehrenamtliche Fischereiaufsicht geht wieder zurück ans Land. Damit ist nach nur fünf Monaten die Übertragung der Aufgabe an die Landkreise und kreisfreien Städte gescheitert. Die sind erleichtert. Denn: „Wir wollten diese Verantwortung niemals haben“, sagt Jan-Peter Schröder, Geschäftsführer des Landkreistages MV. Auch beim Landesanglerverband ist die Freude groß. „Es ist super, dass wir das alte, gut funktionierende System zurückbekommen“, so Gewässerwart Wilhelm Stecker. Rückblick: Bis Ende 2012 hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei den Einsatz der ehrenamtlichen Fischereiaufseher an den Binnengewässern koordiniert. Seit Januar sind die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Die mussten die Aufseher neu verpflichten, haben das aber nicht rechtzeitig getan. Damit hatten die Schwarzangler leichtes Spiel (OZ berichtete). Dass der Fischwilderei „die Tore geöffnet wurden“, gesteht Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) ein. Er bezeichnet die Folgen der Aufgabenübertragung als „dramatisch“. Auch weil von den ehemals 574 ehrenamtlichen Fischereiaufsehern nur etwa 250 übrig geblieben sind. „Viele wurden verprellt“, berichtet Gewässerwart Stecker. Da Seen und Teiche nicht an Landkreisgrenzen enden, hätten sich etliche Aufseher von mehreren Landkreisen verpflichten lassen und mehreren Ämtern die Verstöße mitteilen müssen. „Diese Bürokratie hat viele abgeschreckt, früher hatten sie nur einen Ansprechpartner“, erklärt Stecker. Dass die Fischereiaufseher nicht rechtzeitig verpflichtet wurden, begründet Jan-Peter Schröder vom Landkreistag so: „Wir haben bis zumSchluss gehofft, dieseAufgabe nicht übernehmen zu müssen.“ Die sei mit mehr Kosten und Aufwand verbunden gewesen, unter anderem durch Schulung von Mitarbeitern. Doch die Landesregierung – auch das Landwirtschaftsministerium – hätten an der Übertragung festgehalten. "Aber wir können es nicht besser", sagt Schröder. Die alte Organisationsstruktur habe gut funktioniert. Kerstin Schröder


29.05.2013 Ostsee Zeitung

Bürgerbeauftragter: Fischereigesetz reformieren

Schwerin – Die Fischereiaufsicht in Mecklenburg-Vorpommern soll wieder in die Hände des Landes zurückkehren. Das sieht ein Antrag der Koalitionsfraktionen SPD und CDU vor, der heute im Landtag behandelt wird. Für den Bürgerbeauftragten Matthias Crone ist die Korrektur überfällig. Die Fischereiaufsicht war mit der Kreisgebietsreform an die Landkreise gegangen. Bis Mitte 2012 sollte eine Organisationsstruktur auf Kreisebene geschaffen werden.


28.05.2013 Ostsee Zeitung

Negaster ertappt Fischdiebe auf dem Borgwallsee

Negast – Ein Fischer hat am Sonntag auf einem See bei Negast (Kreis Vorpommern-Rügen) zwei mutmaßliche Fischdiebe ertappt und der Wasserschutzpolizei übergeben. Gegen die beiden 45 und 57 Jahre altenMänner aus GrimmenwurdeAnzeige wegen illegaler Fischerei erstattet, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Montag in Stralsund. Die Männer waren in einem Motorboot auf dem Borgwallsee unterwegs und hatten zwei je 160 Meter lange Netze im Boot. Sie verfügten aber nicht über die nötige Fischereierlaubnis. Die Netze wurden beschlagnahmt. Ob das Duo etwas gefangen hatte, blieb unklar. Die Fischer in Mecklenburg- Vorpommern beklagen seit Jahren ein hohes Maß an Fischwilderei – Fischdiebe werden allerdings nur selten gefasst.


27.05.2013 Ostsee Zeitung

Kapitale Aale an Land gezogen
Die Fisch-Hitparade läuft bis Ende November.

Foto - 82 Zentimeter Aal
Sven Palnau fing diesen 82
Zentimeter langen Aal im
Stralsunder Frankenteich.
Foto: privat

Grimmen – Der Stralsunder Frankenteich spielt beim aktuellen Stand der Grimmener Fisch-Hitparade gleich zwei Mal eine Rolle. Denn sowohl der Grimmener Thomas Thürke als auch der Grimmener Sven Palnau haben aus dem Stralsunder Gewässer kapitale Fische gezogen – in der Kategorie Aal. Während Thomas Thürkes Fisch 77 Zentimeter maß, war der von Sven Palnau gefangene Aal sogar 82 Zentimeter lang. Letzterer hatte übrigens im vergangenen Jahr die Fisch-Hitparade in der Kategorie Aalgewonnen, mit einem 70-Zentimeter langen und 780 Gramm schweren Exemplar. Dochauch inGrimmenerGewässernwinkengute Fischzüge.So holte David Hahn aus Bartmannshagen aus dem Wasser des Grimmener Naturbades einen 66 Zentimeter langen Aal. Die Grimmener Fisch-Hitparade läuft bis Ende November. Traditionell wird sie als Gemeinschaftsaktion von den hiesigen Sportfischern, dem Kreisangelverband, dem Angelshop Dietmar Schlager und der OSTSEE-ZEITUNG veranstaltet. Die Wertung erfolgt in fünf Klassen. Prämiert werden neben dem schwersten Hecht auch jeweils Aal, Karpfen und Zander, die die größten Gewichte auf die Waage bringen. In der allgemeinen Klasse finden dann alle weiteren Flossentiere, wie zum Beispiel Brassen oder Hornfische, ihre Wertung. Jeder Angler, der im Besitz einer Angelerlaubnis ist und in einem der hiesigen Angelvereine ist, kann mit seinenFängenan der Fisch-Hitparade teilnehmen. Fang-Meldungen sollten bitte in Grimmen bei Dietmar Schlager im Angelshop (Neuberlin 33) erfolgen. Dort wird der Fisch gemessen, gewogen und mit in die Wertung aufgenommen.


25.04.2013 Ostsee Zeitung

Jugendliche dürfen Angel auswerfen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern dürfen Jugendliche fortan bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres auch ohne Fischereischein und -prüfung ihre Angeln auswerfen. Das besagt das neue Landesfischereigesetz, mit dem die Altersgrenze von 10 auf 14 Jahre angehoben wurde. Wie Agrarminister Till Backhaus(SPD) sagt, verbindet sich mit der Änderung auch die Hoffnung auf wachsenden Zulauf junger Leute in die Angelvereine. Die Grünen kritisierten, dass mit der fehlenden Eignungsprüfung gegen Vorgaben des Tierschutzes verstoßen werde. Backhaus äußerte die Überzeugung, dass erfahrene Angler den Jugendlichen den sachgerechten Umgang mit ihren Fängen beibringen und auf Einhaltung des Gesetzes achten. Laut Minister sind im Land 43 000 Angler in Vereinen organisiert. Neu ist auch, dass Gäste und Einheimische künftig mehrfach im Jahr einen Touristen-Fischereischein erwerben können. Diese ebenfalls ohne vorherige Sachkunde- Prüfung erteilte Angelerlaubnis war bislang auf einmalig 28 Tage befristet. Im Vorjahr erwarben mehr als 20 000 Menschen diesen Schein, drei Viertel davon Urlauber aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland.


03.04.2013 Ostsee Zeitung

Angelexperte kommt nach Sassnitz

Sassnitz – August-Walter (genannt Auwa) Thiemann ist am Freitag in Sassnitz. Der Profi-Angler, der einigen Petrijüngern auch als Moderator einer Angelshow im Fernsehen bekannt sein dürfte, wird übermorgen von 10 bis 17 Uhr bei „Freaky Fish“ in der Stralsunder Straße 34 den Angelfreunden Tipps geben. Der Besuch ist Teil der Eröffnungsfeier des Geschäfts am Freitag und Sonnabend.


27.03.2013 Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei

Heringsangeln im Hafen Stralsund
Die Allgemeinverfügung zur Fischereiausübung im Hafen Stralsund vom 30.09.2009 wird wie folgt angewandt:

Im Rahmen des Heringsangelns ist im Hafen Stralsund (ausgenommen Fährkanal, Semlower Kanal, Badenkanal, Querkanal, Heilgeistkanal und Langer Kanal einschließlich Flotthafen) bei der Ausübung der Fischerei, die Verwendung einer Handangel mit einem Heringspaternoster mit maximal sechs einschenkligen Haken zulässig.

Die Regelung gilt vom 29.03. bis 15.04.2013.


27.03.2013 Ostsee Zeitung

Stadthafen ab Freitag für Heringsangler frei

Stralsund – Auch wenn es sich bei den eisigen Temperaturen wie ein Witz anhört: Ab Freitag ist der Stadthafen für die Heringsangler freigegeben. Wie Fischmeister Sven Bernhagen gestern mitteilte, sind von der Regelung, die bis zum 15. April gilt, die Kanäle ausgenommen. Trotz der anhaltenden kalten Witterung sei die Einwanderung der Heringsschwärme in den Sund zu verzeichnen.


05.01.2013 Ostsee Zeitung

Petri Heil: Goldene Zeiten für Schwarzangler
Weil die neuen Kreise versäumt haben, ehrenamtliche Aufseher zu verpflichten, wird seit Jahresbeginn gar nicht mehr kontrolliert.

Von Kerstin Schröder Rostock – Schwarzangler haben in MV zurzeit leichtes Spiel. Grund: Es fehlen ehrenamtliche Kontrolleure für die Binnengewässer. Die mussten Ende vergangenen Jahres ihre Aufseherausweise abgeben. Das bestätigt Mario Voigt vom Landesanglerverband. Das bedeutet: Will man Schwarzanglern im Moment das Handwerk legen, „müssen wir die Polizei um Amtshilfe bitten“, berichtet Voigt. Für den agrarpolitischen Sprecher der Linksfraktion, Fritz Tack, ist das ein „unhaltbarer Zustand, der so schnell wie möglich beendet werden muss“. Die Landesregierung habe ein bewährtes, gut funktionierendes System zerstört, kritisiert Tack. Hintergrund: Bis Ende 2012 hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) den Einsatz der ehrenamtlichen Fischereiaufseher koordiniert. Seit Jahresanfang sind dafür die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Und die müssen die Aufseher neu verpflichten, haben das aber nicht rechtzeitig getan. Die Hansestadt Rostock will „demnächst“ fünf ehrenamtliche Fischereiaufseher bestellen. Die Landkreise Vorpommern-Rügen, Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Greifswald haben sich auf OZ-Anfrage nicht geäußert. Nach OZ-Informationen sollen einige Landkreise auf eine Finanzspritze vom Land gehofft haben, um die neue Aufgabe bewältigen zu können. Allein die Stadt Rostock rechnet mit 3000 Euro Mehrkosten pro Jahr. Ein weiteres Problem: Die von den Fischereiaufsehern aufgenommenen Verstöße müssen bearbeitet werden. Das bedeutet für die Behörden und Kontrolleure mehr Bürokratie. „Wir müssen auf zehn Hochzeiten gleichzeitig tanzen“, sagt Heinz Warncke (61). Der Wismarer spürt seit 1995 in seiner Freizeit Fischräuber und Umweltsünder an Gewässern auf – im ganzen Land. Bisher hatte er einen Ansprechpartner im LALLF. Jetzt muss sich Warncke von jedem Landkreis einzeln verpflichten lassen, und die Verstöße mehreren Ämtern melden. „Ich habe Anträge bei den Landkreisen Rostock, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sowie bei den Städten Rostock und Schwerin gestellt“, erzählt er. Zwar durften bisher nur wenige Fischereiaufseher an allen Binnengewässern in MV kontrollieren. Aber dieser Mehraufwand treffe jetzt auch andere Aufseher. Denn etliche Seen würden in mehrere Hoheitsgebiete fallen. Zum Beispiel seien für den Schweriner See zwei Landkreise und eine Stadt zuständig. „Die Stimmung unter den Fischereiaufsehern ist schlecht“, sagt Warncke. Ihn würde es nicht wundern, „wenn nur noch die Hälfte mitmacht“. Auch der Landesanglerverband ist in Sorge. Er appelliert an seine Mitstreiter, die Aufgabe fortzusetzen und würde auch die Anmeldung übernehmen. Mario Voigt hofft auf eine schnelle Verpflichtung der Fischereiaufseher.Die Zusammenarbeit mit der Polizei klappe zwar gut, aber alleine könnten die Aufseher schneller eingreifen. „Und bis jemand vom Ordnungsamt vor Ort ist, sind die Schwarzangler vermutlich über alle Berge“, beklagt Voigt.


19.11.2012 Landesanglerverband M-V

Verschmelzung zwischen DAV und VDSF ist gescheitert

Die lange vorbereitete Verschmelzung des Deutschen Anglerverbandes und des Verbandes Deutscher Sportfischer auf der Jahreshauptversammlung des VDSF am 17.11.2012 in Berlin ist gescheitert.

Die - für die Verschmelzung erforderliche - Mehrheit von 75 % der Stimmen ist in einer geheimen Abstimmung um 2 Stimmen verpasst worden.

Der DAV hingegen hatte in einer vorhergehenden Probeabstimmung der Verschmelzung einstimmig zugestimmt. In der Diskussion meldeten sich ausnahmslos Befürworter der Verschmelzung zu Wort.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten zwar einige Landesverbände ihre ablehnende Haltung signalisiert, sich in der Diskussion aber nicht zu Wort gemeldet.

Das der Öffentlichkeit vermittelte Bild der Zerstrittenheit der organisierten Anglerschaft spiegelt nicht den Willen der großen Mehrheit der Mitglieder wider, die sich gemeinsam für eine zukunftsorientierte Angelfischerei in Deutschland und in Europa stark machen.

Im VDSF wurde sich darüber verständigt, dass die Abstimmung über die Verschmelzung der Dachverbände auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung bis zum 31. März 2013 wiederholt werden soll.

Sollte auch hier die Verschmelzung scheitern, droht der VDSF auseinanderzubrechen.

Der Landesverband Thüringen hatte bereits die Mitgliedschaft zum 31.12.2012 gekündigt, der Landesfischereiverband Bayern zum 31.12.2013 und der Präsident des LAV M-V e.V., Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, gab nach dem Scheitern der Verschmelzung in Berlin bekannt, dass der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. noch bis zum 31.12.2012 mit Wirksamkeit zum 31.12.2013 seine Mitgliedschaft im VDSF kündigt.

Der LSFV Schleswig-Holstein wird auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung, die noch vor Weihnachten dieses Jahres stattfindet, über die weitere Mitgliedschaft im VDSF abstimmen lassen.

Wenn die Verschmelzung der Dachverbände dann auch bis zum 31.03.2013 nicht vollzogen werden kann, wird die Initiativgruppe „Pro DAFV“ weiter sehr intensiv daran arbeiten, um in naher Zukunft doch noch eine einheitliche Interessenvertretung der organisierten Angler in Deutschland zu erreichen.

Denn nur dieses kann unser Ziel sein. - Axel Pipping (Geschäftsführer LAV)


08.11.2012 Ostsee Zeitung

Das Paradies liegt in Uganda

Foto - 200-Kilo-Victoriabarsch
Schwertransport: Ein einheimischer Fischer bringt am
Victoriasee in Uganda mit dem Moped seinen
Tagesfang, einen 200-Kilo-Victoriabarsch,
nach Hause. Foto: action press

Irgendwie sind wir ja alle immer auf der Suche. Wobei jetzt hier nicht das Alltägliche gemeint ist, also Autoschlüssel, Lesebrillen oder der ideale Ehepartner. Nein, in diesem Fall geht es eher mehr um die metaphysische Ebene. Schließlich steht schon im Buch der Bücher geschrieben, dass wir einst aus dem Paradies vertrieben wurden, und da wollen wir ja eigentlich alle wieder hin. Nur unterscheiden sich die Paradiese ja etwas. Und sie sind schwer zu definieren. Wachsen im Paradies eines Manta-Fahrers Alu-Felgen von den Bäumen? Gibt es im Paradies eines Fußball-Fans keinen Schlusspfiff, sondern nur immerwährende Verlängerung? Gibt es im Paradies von Mitt Romney keine Demokraten? Gibt es im Paradies von Karl-Theodor zu Guttenberg nur Akademiker? Fragen über Fragen, aber keine Antworten. Aber wo das Paradies der Angler sein muss, das weiß man. Nämlich dort, wo man am Tag nur einen einzigen Fisch fängt und trotzdem Mühe hat, das Ding mit dem Moped nach Hause zu kriegen. Wie dieser Petri Jünger in dem kleinen Dörfchen Jinja. Das liegt am Victoriasee in Uganda, und in dem kann man solche Riesenbrocken aus dem Wasser fischen. Der Victoriabarsch – ursprünglich Nilbarsch – wurde Anfang der 1960er Jahre im See ausgesetzt, er wird bis zu zwei Meter lang und 200 Kilo schwer. Und, um allen Einwänden zuvorzukommen: Die Fidschi-Inseln gelten nicht als Angler-Paradies. Zwar braucht man nicht mal eine Angel, weil die Fliegenden Fische von selbst angeflogen kommen. Das aber nur tagsüber und bei schönem Wetter, da Fliegende Fische von der Evolution nicht für den Instrumenten-Flug ausgerüstet wurden. iff


05.11.2012 Ostsee Zeitung

Keine GEZ-Gebühr für Lauben
Kleingärten werden ab Januar befreit. Einzelhandel befürchtet Mehrkosten.

Rostock/Köln – Tausende Kleingärtner in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern müssen für ihre Lauben ab Januar 2013 keine Rundfunkbeiträge zahlen. Dies erklärten jetzt ARD, ZDF und Deutschlandradio in einer gemeinsamen Mitteilung. „Lauben in Kleingartenanlagen werden – unabhängig von ihrer Größe – gleich behandelt“, heißt es. Im vergangenen Jahr hatte es einen heftigen Streit gegeben, ob für Lauben mit einer Grundfläche von mehr als 24 Quadratmeter der volle Rundfunkbeitrag in Höhe von 216 Euro pro Jahr bezahlt werden muss (OZ berichtete). Kleingärtner und Grundstücksbesitzer hatten gegen ein entsprechendes Vorhaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks protestiert. Für viele ostdeutsche Kleingärtner hätte dies eine erhebliche zusätzliche Belastung bedeutet, da zu DDR-Zeiten größere Lauben gebaut werden durften als in den westdeutschen Bundesländern. Die Proteste hatten Erfolg – dank einer Initiative des Thüringer Landtages. Andere Bundesländer – auch Mecklenburg-Vorpommern – hatten zuvor den Vertrag abgenickt. Thüringen drängte jedoch auf eine Gleichbehandlung für alle Lauben und setzte sich damit durch. Die Befreiung gelte allerdings nur, wenn die Lauben nicht zum dauerhaften Wohnen genutzt werden, betonte die ARD in ihrer Mitteilung. „Jetzt kommt es darauf an, die Befreiung der Kleingärtner von der Zahlung eines zusätzlichen Rundfunkbeitrags für ihre Laube rechtssicher zu gestalten“, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer, Peter Ohm. Er forderte, den Rundfunkstaatsvertrag entsprechend zu ändern. Zudem solle für Datschen dieselbe Regelung wie bei den Kleingärten gelten. Ab Januar 2013 gilt in Deutschland der neue Rundfunkstaatsvertrag. Dabei müssen die Gebühren nicht mehr für die einzelnen Geräte bezahlt werden. Stattdessen gilt ein einheitlicher Beitrag in Höhe von rund 18 Euro pro Monat pro Haushalt. Widerstand gegen die Neuregelung kommt unterdessen vom Einzelhandel, der einen „sprunghaften Anstieg der Rundfunkgebühren“ durch die Regelung befürchtet. Die Höhe der Gebühr werde künftig durch die Anzahl der Betriebsstätten, Mitarbeiter und Firmenfahrzeuge bestimmt. Dies werde „zu immensen Mehrkosten von zum Teil weit über 100 Prozent“, führen, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Nord, Dierk Böckenholt. Der Dachverband HDE prüfe derzeit „verfassungsrechtliche Schritte gegen das neue Rundfunkgebührenmodell“.  AxelMeyer


24.10.2012 Ostsee Zeitung

Gummifisch lockte Hecht zum Haken

Foto - Maik Biederstedt mit riesen Hecht
Maik Biederstedt hat Mühe, den Riesenhecht in die Kamera zu halten.
Stralsund – Was für ein Riese! 117 Zentimeter lang, 12 Kilogramm schwer. Raubfischangler Maik Biederstädt aus Stralsund zog den Hecht vor ein paar Tagen aus dem Strelasund direkt auf Höhe der Werft. Gegen 8 Uhr hatte er seine Angel mit einem 45er-BullDawg– das ist ein Gummifisch – als Köder von seinem Boot ausgeworfen. „Ich habe ihn an der Krautkante des Fahrwassers entlang gezogen. Dort muss der Hecht auf Beute gewartet habe“, berichtet der 35-jährige Stralsunder, der zusammen mit einem Freund etwa 20 Minuten kämpfen musste, um das Prachtexemplar an Bord zu holen. Bereits im Juli hatte Biederstädt einen 92 Zentimeter langen Zander aus dem Sund gefischt.

29.09.2012 Ostsee Zeitung

Zander sind’s und nicht Forellen

Stralsund – Da hat sich der Autor vermutlich von der Aufschrift „Forellenzucht Uhthoff“ auf dem Spezialtransporter in die Irre führen lassen. Denn in Wirklichkeit waren es 300 Zander und keine Forellen, die in dieser Woche in den Stadtteichen ausgesetzt wurden (OZ berichtete gestern.) Die Raubfische sollen die Zahl der Weißfische reduzieren und so dazu beitragen, dass das ökologische Gleichgewicht in den Gewässern wiederhergestellt wird. Darauf verwies André Meißner, Gewässerwart des Kreisanglerverbandes.


28.09.2012 Ostsee Zeitung

Forellen für den Knieperteich

Fische wetden entladen

Achtung Forellentransport Jetzt schwimmen die Fische im Knieperteich. - Foto: Karin Lehm

Stralsund – Fischtransport auf dem Küterdamm. Da staunten die Spaziergänger nicht schlecht. Ganz vorsichtig wurden die Behälter mit den lebenden Forellen abgeladen, um dann die Fische im Knie-perteich auszusetzen. Sie sollen helfen, das ökologische Gleichge-wicht der Teiche zu verbessern.


25.09.2012 Ostsee Zeitung

Auf Stimmenfang gegen die Vernichtung von Speisefischen
Initiative „Tims Fish Fight“ sammelte vor dem Ozeaneum Unterschriften für eine Umdenken in der EU-Fischereipolitik.

Initiative "Tims Fish Fight"
Am Stand von „Tims Fish Fight“
informierten Aktivisten die
Interessenten über das Ausrotten
der Fische in den Weltmeeren.
Foto: Bernd Hinkeldey

Stralsund - Meeresbiologin Carmen Kamlah reagierte schockiert auf die Fischfang-Praxis in der Nordsee, wo Fischer wegen der Fangbegrenzungen durch die EU-Quotenregelung pro Jahr rund eine Million Tonnen wertvoller Speisefische zurück ins Meer werfen müssen. Die Stralsund-Urlauberin beteiligte sich darauf an der Unterschriften-Sammlung. Die deutschen Initiative „Tims Fish Fight“ hatte dazu am Wochenende einen Infostand vor dem Ozeaneum aufgebaut. Das Vorbild der Kampagne kommt aus England, wo Fernsehkoch Hugh Fearnley-Whittingstall 2011 die Bewegung gegen Rückwürfe von Speisefischen ins Leben rief. Mittlerweile wird diese Aktion in vielen europäischen Ländern von prominenten Fernsehköchen angeführt. In Deutschland gibt Tim Mälzer dem Kampf gegen das Zurückwerfen der Fische seinen Namen. Ziel der europaweiten Petition im Internet unter www.fishfight.de ist es, im November zur nächsten Abstimmung über die Fischereipolitik dem EU-Parlament in Straßburg eine Million Stimmen gegen die unsinnige Vernichtung von Fischen zu präsentieren. Schockiert zeigten sich auch die Ozeaneums-Besucher, die im Kinosaal den englischen Dokumentarfilm über die Rückwürfe von Fischen verfolgten. Erstmals in Deutschland zu sehen, führten die Bilder die Absurdität der aktuellen Fischereigesetze vor. Wenn Fischereibetriebe ihre Fangquoten in der Nordsee ausgeschöpft haben, dürfen betroffene Fischarten – wie etwa der Kabeljau (Dorsch) – nicht mehr angelandet werden. Das heißt, beim Fischen nach anderen Arten, müssen solche Fische wie-der zurück ins Meer geworfen wer-den – und zwar tot. Oftmals mehr als die Hälfte eines Netzinhaltes. Damit wird wertvoller Speisefisch – dessen Bestände geschützt werden soll – massenhaft vernichtet. Nicht Quotenregelung, sondern Begrenzung der Fangfahrten wäre eine mögliche Alternative, machte der Film deutlich. Mit den Stimmen gegen die Rückwürfe hoffen die Initiatoren, ein Umdenken in der EU-Fischereipolitik zu erreichen. bhi


27.06.2012 Ostsee Zeitung

Fischereihafen erlässt Angelverbot

Schild - Angelverbot

Rostock (OZ) - Im Rostocker Fischereihafen gilt ab sofort ein totales Angelverbot. Das teilte Geschäftsführerin Daniele Priebe am Mittwoch mit.
Grund sei massives Fehlverhalten der Petrijünger während der Heringssaison im Mai. Immer wieder mussten Hafenmitarbeiter den Dreck der Angler wegräumen, trotz zahlreicher Gespräche und Ermahnungen hätte es keine Veränderungen im Verhalten gegeben. Außerdem seien Zufahrten und Rettungswege permanent zugeparkt gewesen, mehrfach musste die Wasserschutzpolizei eingeschaltet werden.
Bereits in den beiden vergangenen Jahren hätte es laut Priebe Probleme mit Sauberkeit und Ordnung gegeben, aber „in 2012 eskalierte die Sachlage“. Mieter von Flächen und Gebäuden hätten bereits mit Kündigung gedroht.


20.05.2012 Zeitung am Strelasund

Erfolgreicher Tag für Angler des SAV Voigdehäger See
„Pokal des Oberbürgermeister“ ging an André Meißner

Foto - Pokal des Oberbürgermeister 2012
Pokal des Oberbürgermeister

Das Gemeinschaftsangeln an den Stadtteichen des Sportanglervereins Voigdehäger See Stralsund ging am Wochenende in die zweite Runde. Ausgelobt war wieder der „Pokal des Obermeister“ in der Kategorie Raubfisch. Der Vorjahresgewinner Dennis Martens legte sich auch gleich richtig ins Zeug. Nach nur 10 Minuten landete er den ersten maßigen Hecht des Tages mit über 60 cm Länge.
Die Jungangler aber auch die alten Hasen waren begeistert bei der Sache. Untermaßige Fische wurden vorsichtig vom Haken gelöst und behutsam wieder in den Knieperteich zurückgesetzt. Die Angler aus der Jugendgruppe legten vor und zeigten auch den auf den Weißen Brücken flanierenden Touristen wie es geht. So war Dennis der erste der die erlaubte Tagesfangmenge von drei Hechten erreichte. Aber abgerechnet wurde am Ende.
Denn fünf Minuten vor Schluss legte der 2. Vorsitzende des Vereins nach. So konnte auch André Meißner den dritten Hecht präsentieren. Mit insgesamt knapp fünf Kilogramm holte er den „Pokal des Oberbürgermeister“. Dennis Martens wurde Zweiter und sein Vater Andreas Dritter. Glücklicher Vierter wurde Neuling im Team Erik Piehl, der seinen Eltern den ersten gefangenen Hecht vorzeigen konnte. Bei insgesamt 12 Hechten und einem Barsch war der Speiseplan für das lange Herrentagswochenende geschrieben. Gebratenes Fischfilet und Hecht in Petersiliensauce. Guten Appetit und weiter Petri Heil.


04.05.2012 Ostsee-Zeitung

Negaster spendierte Bootsmotor

Foto - Motorschenkung
Über einen neuen Bootsmotor
kann sich die Anglerjugend vom
Voigdehäger See freuen.

Stralsund/Negast – Die Jugendgruppe des Sportanglervereins Voigdehäger See besuchte Montag die Firma Industriemontagen Kowalski in Negast. Dennis Martens ließ sich begeistert die verschiedenen Schiffsmodelle von Peter Kowalski zeigen, an denen seine Mitarbeiter die letzten 15 Jahre gearbeitet haben. Leopold Janke war besonders am letzten großen Projekt, der AIDAmar, interessiert. Darf er doch zu Pfingsten dieses Schiff selbst testen. Als Olaf Lingrön mit einem Transporter auf das Bürogelände bog, lüftete er zusammen mit Kowalski den besonderen Anlass des Besuches. Peter Kowalski übergab der Jugendgruppe einen nagelneuen Außenborder für das Ruderboot "Pandion", denn die Jugendarbeit des Vereins liege ihm sehr am Herzen, sagte er. Mit diesem Highlight hatten die Jungs nicht gerechnet. Olaf Lingrön, der den Anbau und den Service übernimmt, ließ es sich nicht nehmen, die technischen Besonderheiten zu erklären. Dennis Martens prüfte zum Schluss noch einmal die Sicherheitsvorkehrungen, indem er den Not-Stopp auslöste. Alle warten nun gespannt auf das Wochenende,um mit dem zweiten Vorsitzenden des Vereins, André Meißner, die erste Ausfahrt zu unternehmen. Meißner wies darauf hin, dass derzeit für diese Motorleistung noch Führerscheinpflicht besteht. Der Bundestag habe aber bereits einen Beschluss zur Freistellung bis 15 PS gefasst. Die Eilverordnung aus Berlin soll im Sommer kommen. Peter Kowalski gab allen Junganglern ein freudiges "Petri Heil!" mit auf den Weg, und dass sie die Schwimmwesten nicht vergessen sollen – begann doch am 1. Mai die Hechtsaison. "Ich freue mich, dass es Stralsunder wie Peter Kowalski gibt, die der Region etwas zurückgeben", dankte Meißner. mea


27.04.2012 Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Erster Internet-Test zur Vorbereitung auf Fischereischeinprüfung in MV

60 Fragen, 90 Minuten Zeit: Ab heute kann jeder, bequem am heimischen PC, für die Fischereischeinprüfung üben. Möglich ist das unter der Internet-Adresse http://www.fs-pruefungstest.m-v.de, die das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern und das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) initiiert haben. Den Link zum Bogen gibt es auch unter www.lallf.de
Für den virtuellen Prüfungsbogen wählt ein Zufallsgenerator aus insgesamt 1160 Prüfungsfragen pro Test 60 aus. Diese sind in die Bereiche "Allgemeine Fischkunde", "Besondere Fischkunde", "Gerätekunde", "Gewässerkunde" und "Rechtskunde" unterteilt und müssen im Multiple-Choice-Verfahren in Echtzeit beantwortet werden. Die Auswertung erfolgt ebenfalls online.
"Mit diesem Angebot ist ein weiterer Meilenstein im Online-Informationsangebot der Fischereiverwaltung Mecklenburg-Vorpommerns gelegt", unterstreicht Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.
In Mecklenburg-Vorpommern wurden allein im Vorjahr 4187 Fischereischeine auf Lebenszeit ausgestellt. Insgesamt haben 87.636 Angler den Fischereischein


24.04.2012 Ostsee-Zeitung

Amerikaner angelte vor Rügen

Foto - Große Lachse vor Rügen
Gemeinsam halten Edmund Lada,
genannt Eddi, und Lars Pohland (l.)
den 1,20 Meter langen und 19,5
Kilogramm schweren Ostseelachs im
Hafen Glowe vor der Kamera.
Foto: Dieter Lindemann

Glowe – Angelguide Lars Poland (45) aus Barth kennt die Gewässer rund um die Insel Rügen, wenn es um das Angeln geht. Am Sonnabend fuhr er vom Hafen Glowe aus mit den Anglern Edmund Lada (56) aus den USA und Ulrich Stark (52) aus Frankfurt/Oder auf die Ostsee, um in Höhe Arkona Ostseelachs zu angeln. Wie Lars Poland am späten Nachmittag im Glower Hafen erzählte, wollte der Lachs nicht beißen und die drei wollten schon aufgeben. "Aber dann: Die Rollenbremse kreischte und der Fisch nahm ganz locker 200 Meter Schnur von der Rolle." Eddi, ein erfahrener Angler, kämpfte anschließend eine Stunde, um den Lachs in den Kescher zu bekommen. "Der Fisch hatte alle Tricks drauf", meinen die Angler. Er tauchte unter das Boot und machte Sprünge. Aber zum Schluss hievte Eddi den Lachs an Bord. Es war der größte Fisch, den er je geangelt hatte, erzählte begeistert Lars Poland. Allerdings war es der einzige Biss an diesem Tag. Im Hafen wurde der Ostseelachs vermessen und gewogen. Das Ergebnis: 1,20 Meter und 19,5 Kilogramm. Der schwerste Ostseelachs wurde nach OZ-Informationen in diesem Jahr in Glowe mit mehr als 23 Kilogramm angelandet. D. Lindemann


18.04.2012 Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Angelerlaubnis für Küstengewässer ab heute auch online verfügbar

So leicht war Angeln in Mecklenburg-Vorpommern noch nie: Mit Kreditkarte, Internet-PC, Drucker und einer e-Mail-Adresse kann ab heute jeder Interessierte die Angelerlaubnis für Küstengewässer (als notwendiges Dokument zum Fischereischein) bequem zu Hause kaufen und ausdrucken. Der Onlineshop ist jetzt unter https://erlaubnis.angeln-mv.de freigeschaltet.
"Hobbyangler können nun kurzfristig und ohne an die Öffnungszeiten der weiterhin aktiven 280 Verkaufsstellen gebunden zu sein, ihre Papiere für die Küstengewässer bekommen", betont Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Er war der erste, der das neue Angebot, das das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit (LALLF) eingerichtet hat, nutzte.
Die Erlaubnis gilt allerdings nicht für die Küstengewässer mit selbstständigen Fischereirechten Dritter: d.h. Verbote gibt es u.a. in Rostock für Unterwarnow und Breitling, im Usedomer See und westlich der Mündung Harkenbäk bis Schleswig-Holstein. Etwa 200 Beamte der Wasserschutzpolizei und 24 Kontrolleure der Fischereiaufsicht sind in Mecklenburg-Vorpommern zuständig für die Überprüfung von Fischereischein und Angelerlaubnis.

Preise für die Angelerlaubnis:
Tageskarte: 5 Euro
Wochenkarte: 10 Euro
Jahreskarte: 20 Euro
Jahreskarte f. Jugendliche: 10 Euro

56.147 Jahres-, 4.162 Jugendjahres-, 23.575 Wochen- und 24.351 Tagesangelerlaubnisse wurden im Vorjahr verkauft. Jeder Angler holt im Schnitt 20 bis 30 Kilogramm Fisch (hauptsächlich Hering, Dorsch) aus den Küstengewässern.


02.04.2012 Ostsee Zeitung

Neues Boot für die Anglerjugend

Foto - Neues Boot für Jugendgruppe
Neues Boot für Jugendgruppe

Stralsund - Anlass zu Freude am Sonnabend beim Sortanglerverein Voigdehäger See Stralsund. Vereinsmitglieder, Sponsoren und Oberbürgermeister Alexander Badrow waren gekommen, um ein neues Boot an die Anglerjugend des Vereins zu übergeben. Das Wasserfahrzeug wurde traditionell getauft und wird künftig unter dem Namen "Pandion" über die Wellen auf dem Strelasund gleiten. Bei der Anschaffung legte der Anglerverein ein großen Wert auf die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen.
Die 84 Vereinsmitglieder bemühten sich seit fast drei Jahre um ein neues Boot. "Dabei schien der Erfolg des Projektes nicht immer sicher zu sein", so der zweite Vorsitzende André Meißner in seiner Ansprache bei der Übergabe. Letzten Endes konnte das Boot mit Hilfe zahlreicher Spender finanziert werden. Den größten Teil des Geldes steuerten die Sparkasse Vorpommern sowie die Firmen Industriemontage Peter Kowalski und Sportboot- & Industire-Motoren Olaf Lingrön bei. Den restlichen Betrag brachten die Angler durch Spenden auf, die auf der Feier zum siebzigjährigen Vereinsbestehen zusammenkamen.
Oberbürgermeister Alexander Badrow zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Vereins: "Ich möchte allen Mitgliedern herzlich für das Engagement danken, mit dem sie hier ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen."
Das nächste Vorhaben hat Kassenwartin Simone Janke schon fest im Blick. Geplant ist die Anschaffung eines neuen Außenborders. Bis dahin wird ein älterer Motor dafür sorgen, dass die jungen Angler mit dem Boot in die Heringssaison starten können. tg


02.04.2012 Ostsee Zeitung

Angler räumen auf: Müll von Ufern gesammelt

Schwerin/Rostock - Rund 20 000 Angler haben am Samstag beim "Tag der Gewässerpflege" die Rute mit dem Müllsack getauscht und an den Ufern der Gewässer im Land aufgeräumt. Mehrere Container müll kamen bei der landesweiten Aktion zusammen, sagte der Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LAV), Axel Pipping, gestern in Görslow bei Schwerin. Am Flüsschen Nebel pflanzten die Petrijünger bei Gülzow nahe Güstrow 300 Erlen, Weiden und Eichen zur Uferbefestigung und -beschattung. Der Landesanglerverband hat Pipping zufolge 42 000 Mitglieder.
Mit der Aktion "machen wir deutlich, dass Angler nicht nur Fische aus dem Wasser holen, sondern sich auch aktiv für den Schutz der Natur einsetzen", erklärte LAV-Präsident Karl-Heinz Brillowski. Zu den Verbandsaufgaben gehöre auch die Bestandskontrolle in den Gewässern. So sorgten die Angler für den Besatz mit Jungfischen. Dafür würden jedes Jahr etwa 180 000 Euro aufgewendet.


29.03.2012 Ostsee Zeitung

Angler wollen Müll sammeln

Stralsund - Zum Tag der Gewässerpflege, am 31. März, ruft André Meißner, der Gewässerwart des Regionalanglerverbands, die Mitgliedsvereine zu reger Beteiligung auf. "Viele Angelvereine würden ihre Gewässer das ganze Jahr über betreuen. Mit dem Tag der Gewässerpflege soll mehr Öffentlichkeit geschaffen werden, so Meißner. Zu den Sammelaktionen werden viele Hände Gebraucht.


14.03.2012 Ostsee Zeitung

Kinder brauchen künftig keinen Angelschein
Schwerin will Petrijünger erst ab 14 prüfen. Beschluss jedoch nicht vor September.

Foto - OZ Aussicht Kinderangeln

Von Axel Meyer
Rostock – Wie lang muss ein Karpfen sein, damit er in der Pfanne landen darf? Eine Frage aus dem Katalog zur Fischereischeinprüfung – und bislang Pflicht für alle angehenden Petrijünger ab zehn Jahren. Das soll sich ändern: Nach dem Willen des Schweriner Landwirtschaftsministeriums soll der Zugang zum Angeln für Kinder erheblich erleichtert werden. Voraussichtlich ab Herbst 2012 wird die Prüfungspflicht erst ab 14 Jahre gelten. „Das Ziel ist es, Kinder so früh wie möglich an das Angeln heranzuführen“, betont der Sprecher des Landesanglerverbands MV (LAV), Andreas Schlüter. Das Fischen mit Rute und Rolle ermögliche wundervolle Erlebnisse. „Zudem werden die Kinder für den Naturschutz sensibilisiert – so etwas lernt man nicht vor dem Computer“, sagt Schlüter. Bevor es so weit ist, muss der Landtag die Gesetzesänderung allerdings noch beschließen. Dies werde frühestens im September 2012 kommen, sagt Ministeriumssprecher Matthias Saretz. Bereits im Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU eine Vereinfachung der Fischereiregeln vereinbart. Eine Unklarheit hat die anstehende Neuerung allerdings noch. Nach der Auslegung des Landes- verbands für Fischerei (Lallf) dürfen derzeit Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr nur in Begleitung eines Fischereischeininhabers mitangeln. Dies würde auch bei einer Änderung der Prüfungspflicht gelten. Klartext: Kinder bis 14 Jahre dürfen nach dieser Auslegung nur mit der Angel ans Gwässer, wenn ein erfahrener Petrijünger dabei ist. Der LAV sieht dies vollkommen anders. „Laut Gesetz besteht keine Pflicht, dass ein Fischereischeininhaber ein Kind beim Angeln begleiten muss“, sagt Schlüter. Demnach dürften bereits heute Kinder bis zehn Jahre ohne Fischereischein und Begleitung Plötzen und Hechten nachstellen. Einzige Bedingung: Der Anglernachwuchs muss – wie jeder andere – eine Angelberechtigung haben, also beispielsweise eine Tages- oder Wochenkarte für das jeweilige Gewässer. Das gilt auch für Inhaber eines sogenannten Touristenfischereischeins. Dieses zeitlich auf 28 Tage begrenzte Ticket können Urlauber und Einheimische mehrmals pro Jahr erwerben – und damit angeln, ohne eine Fischereiprüfung absolviert zu haben. Das im Jahr 2005 eingeführte Ticket erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Im vergangenen Jahr verkauften die Ämter im Nordosten 17 127 dieser Scheine – knapp 3000 mehr als noch 2010. Die Käufer der Touristenfischereischeine erhalten zusätzlich eine Broschüre, in der zumindest die Grundlagen des Fischereirechts und waidgerechten Angelns erläutert werden. So etwas sei auch für die Kinder zu überlegen, die künftig bis zum 14. Lebensjahr frei angeln dürften, sagt Schlüter. Damit sie nicht unbedarft ans Gewässer kommen. Und wissen, dass Karpfen mindestens 40 Zentimeter lang sein müssen, wenn man sie mit nach Hause nehmen will.


21.01.2012 Ostsee Zeitung

Botschafter als Fisch-Wilderer

Nordkoreas außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter in der Bundesrepublik, seine Exzellenz Ri Si Hong, hängt wegen Fisch-Wilderei am öffentlichen Kanthaken. Vor einer Strafe schützt ihn aber die Immunität. Erwischt wurde er am Sonntag in Berlin. Die Besatzung vom Wasserschutzpolizeiboot "WSP 12" und die Beamten eines Funkstreifenwagens hatten dennoch das Nachsehen. Deren Aufforderungen zur sofortigen Beendigung des geplanten Fischfrevels ignorierte der Diplomat: "Dieses nahm der Botschafter wohlwollend und lächelnd zur Kenntnis und setzte die Straftat fort", heißt es im Polizeibericht. Die Bootspolizisten waren im Vorbeifahren auf den gelangweilt wirkenden Angler aufmerksam geworden. Ri Si Hong hatte nicht nur keinen Angelschein, sondern auch keinerlei Ausweispapiere bei sich. Seine Mitteilung, er sei immun, Diplomat und ansonsten ein Freund des Fisches, quittierte die Wasserpolizei mit einem Anruf im Revier. Eine Funkstreife möge doch bitte ein aktuelles Foto des Diplomaten mitbringen, zur einfacheren Identifizierung. Unbeeindruckt von der ganzen Prozedur frönte der Angler seiner verbotenen Liebe zur Rute and der Unteren Havel-Wasserstraße in Berlin-Spandau weiter - und die Ordnungshüter mussten dem widerrechtlichen Treiben machtlos zusehen. Ein früherer deutscher Chef-Diplomat sarkastisch: "Glück gehab, dass der Mann nicht ein Anhänger des Dynamit-Fischens war." dw


15.10.2011 Zeitung "angeln" des LAV

Dorschkönig der Landesanglerverbandes M-V 2011
Klaus Schallmann, LAV-Referent Angeln

Foto - Dorschkönig 2011
Dorschkönig 2011

Mit der rechtzeitigen Ausschreibung wurden die Verbände des LAV M-V e.V. informiert. Auch in diesem Jahr war Sassnitz der Austragungsort zur Ermittlung des neuen Dorschkönigs. Am 15.10.2011 trafen sich die delegierten Anglerinnen und Angler im Top-Motel in Sassnitz zur Einweisung. Die 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auf die zwei gecharterten Schiffe „Jan Cux“ und „Kalinin“ aufgeteilt. Eine Verlosung der Angelplätze erfolgte am nächsten Morgen an Bord der Schiffe. Bei gutem Wetter und etwas Wind ging es nun zu den Angelplätzen, jeder Kutter zu seinen „besten Plätzen“. Von den 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden insgesamt 220 maßige Dorsche gefangen, also ein sehr gutes Ergebnis. Dorschkönig 2011 wurde der Sportfreund André Meißner, 2. Vorsitzender des SAV Voigdehäger See und Gewässerwart des RAV Stralsund mit einem Dorsch von 65 cm. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch. Der amtierende Dorschkönig des Jahres 2010 Herbert Haack konnte aus Gesundheitsgründen seinen Titel nicht verteidigen. Wir wünschen ihm von dieser Stelle alles Gute und eine baldige Genesung.


05.06.2011 Zeitung am Strelasund

11-jähriger sticht alte Hasen aus – Dennis Martens überglücklich

Foto - Team am Knieperteich
Team am Knieperteich

Seit einem Jahre hat der Landesanglerverband M-V das Fischereirecht aller Teiche der Hansestadt Stralsund gepachtet. Der Verband hat großen Anteil an der Hege der Stadtteiche in den er zum Beispiel die Besatzmaßnahmen finanziert und die Bonitierung der Gewässer überwacht. Der Traditionsverein, Voigdehäger See Stralsund e.V., nahm dies zum Anlass ein Gemeinschaftsangeln seiner Mitglieder an den Teichen im Herzen der Stadt zu veranstalten. „Der Oberbürgermeister unserer Hansestadt hat die Schirmherrschaft über unser Gemeinschaftsangeln übernommen. Nach einer Schilderung unserer Vereinsaktivitäten hat Dr. Alexander Badrow kurzerhand zugesagt einen Wanderpokal zu stiften. Der Funken unserer Begeisterung sprang sofort über und Herr Dr. Badrow möchte uns gern unterstützen, da sich unsere Mitglieder in Ihrer Freizeit aktiv um die Qualität der Teiche in Stralsund kümmern.“ so der 2. Vorsitzende des Angelsportvereins, André Meißner. Bei einem richtigen Schietwetter machten sich die Angelsportler des Voigdehäger Sees in frühen Morgenstunden auf den Weg an den Großen Frankenteich und den Knieperteich. Ziel der Begierde des Gemeinschaftsangelns waren Hecht und Barsch. „Zu unser aller Überraschung fing Dennis Martens den größten und schwersten Hecht des Tages.

Foto - Platz 1 bis 3
Die Plätze 1 bis 3

Keiner der alten Hasen konnte den frühen Fang des Tages des 11-jährigen überbieten. Dennis war dann ein zweites Mal überrascht, als er den großen „Pokal des Oberbürgermeister“ überreicht bekam. Er war richtig stolz.“ so André Meißner. Zweiter wurde André Meißner und den dritten Platz belegte Sebastian Laube. Die sinnvolle Verwertung der gefangenen Hechte und Barsche ist bei den Fischfreunden gesichert. Bei Familie Martens gab es am Sonntag dann sogleich Kochfisch mit Petersiliensoße. Familie Meißner filetiert den Hecht traditionell und in Holzhausen richtete Sebastian Hecht mit Weißweinsauce und Spagetti an. „Wir hatten alle einen verregneten aber sehr interessanten Tag und das ganz ohne Materialverlust. Aber dennoch kam auch viel Unrat ans Tageslicht. Es bleibt also auch noch viel Arbeit zu tun. Unserer Mitglieder freuen sich auf das nächste Jahr, wenn der Pokal des Oberbürgermeister in die zweite Runde geht. Und vielleicht steht unser Dr. Alexander Badrow dann mit am Gewässerrand des Knieperteiches.“ so André Meißner abschließend.


27.05.2011 Ostsee Zeitung

Riesenhecht aus dem Strelasund gefischt

Foto - Leopold Janke mit seinen ersten Hecht
Der fünfjährige Leopold Maximilian Janke
zeigt stolz seinen ersten Hecht. Gefangen
hat er ihn im Voigdehäger See. Foto: A. M.
Foto - Maik Biederstädt mit Riesenhecht
Was für ein Prachtexemplar: 17 Kilogramm
schwer und 1,22 Meter Lang. Maik Biederstädt
fing den Hecht im Strelasund. Foto: p.

Stralsund – Ein Adrenalin-Kick überkam Maik Biederstädt (33), als ihm am Mittwoch beim Angeln auf dem Strelasund die Rute zerbrach. „Da muss was großes dran sein“, wusste ich sofort. Als er den Hecht nach einer halben Stunde endlich aus dem Wasser holte, konnte er kaum glauben, was er da sah. Ein 1,22 Meter langes und etwa 17 Kilogramm schweres Prachtexemplar. Der Hobby-Raubfischexperte hatte den Hecht mit einem 23 Zentimeter langen Gummifisch angelockt und bezwungen. Er selbst isst kein Fisch und wird ihn daher seinem Stiefvater überlassen. Voller Euphorie war auch der fünfjährige Leopold Maximilian Janke, der seinen ersten Hecht (fast) allein aus dem Voigdehäger See holte. Satte 66 Zentimeter lang und 1,6 Kilogramm schwer war er. „Erst ein Ruck und dann spulte ordentlich Schnur von der Rolle. Mein Papa musste mir helfen, die Bremse fester zu stellen. Den Rest schaffte ich dann allein – mit Mühe zwar, aber dann war mein erster Hecht in Kescherweite. Noch ein Befreiungsversuch, aber dann konnten wir ihn ins Boot heben. Für mich war der Tag perfekt“, berichtete Leopold Maximilian. lz/am


17.05.2011 Ostsee Zeitung

70 Jahre Angeln am Voigdehäger See gefeiert
Festveranstaltung mit fast 100 Gästen.

Gruppenfoto

Stralsund – Nahezu 100 Gäste folgten der Einladung des Sportanglervereins Voigdehäger See zur Festveranstaltung unter dem Motto 70 Jahre Angeln am Voigdehäger See. Unter anderem kamen am Sonnabendvormittag der Präsident des Landesanglerverbandes Professor Dr. Karl-Heinz Brillowski, Nordvopommerns Landrat Ralf Drescher, Bürgerschaftspräsident Rolf-Peter Zimmer und OB-Stellvertreter Dieter Hartlieb in das Vereinsgebäude der Anglerkolonie.

Casting-Sport

Hartlieb sagte in seiner Ansprache unter anderem: „Angeln ist die einzige Philsophie, von der man auch satt wird.“ Landrat Drescher ließ es sich nicht nehmen, sich vom Vereinsvorsitzenden Andreas Martens und Schatzmeisterin Simone Janke den Casting-Sport (Turnierangeln auf dem Trockenen) erklären zu lassen. Letztlich gab es auch noch einiges Neues aus der Vereinschronik zu berichten. Die Geburtsstunde der Rechtsfähigkeit des Vereins kann jetzt genau bestimmt werden: Es ist der 30. Juni 1939, 20.40 Uhr. Entsprechende Unterlagen fand der zweite Vorsitzende des Vereins, André Meißner, bei seinen Recherchen im Greifswalder Landesarchiv. Die Eintragung in das Vereinsregister war Voraussetzung dafür, dass die Andershofer Gewässer von der Stadt gepachtet werden konnten. Die neue Ära startete dann mit einem An-Angeln auf den Andershofer Gewässern. Meißner: „Vom Ackerbürger Hermann Drews erwarb der Stralsunder Sportanglerverein allerdings erst später unsere jetzige Heimstätte. Die Auflassung erfolgte am 8. März 1941, und ins Grundbuch eingetragen wurden wir am 21. Mai 1941. Fast auf den Tag genau wurden wir vor 70 Jahren Eigentümer unserer Anglerkolonie und sind es jetzt wieder.“ am


12.05.2011 Ostsee Zeitung

Angler tauchen ab in ihre Vergangenheit
Am Voigdehäger See wird am Sonnabend 70. Jubiläum gefeiert. Petrijünger erwarben 1941 das Gelände der Kolonie am Nordzipfel des Gewässers. Der heutige Verein sieht sich in der Tradition der Gründer.

Foto Gründer

Von Jens-Peter Woldt
Stralsund – Die Gästeliste ist lang und die Party gut vorbereitet: Am Sonnabend wird beim Sportanglerverein Voigdehäger See gefeiert. Der Anlass ist ein 70. Jubiläum, da einer Erklärung bedarf. Denn de Verein wurde erst kurz nach der Wende gegründet, und auch von den Vorgängern gibt es keine Urkunde, die auf eine Eintragung in Register von 1941 hinweist. Dennoch: Der 21. Mai jenes zweiten Kriegsjahres gilt als Geburtstag des Angelns am Voigdehäger See. Andreas Martens (39) und André Meißner (35), sie sind 1. bzw. 2. Vorsitzender des SAV Voigdehäge See, haben in der Geschichte ihres Hobbys gegraben, alte Vereinsmitglieder befragt, in Archiven gekramt, auf Dachböden gestöbert. „Bis Ende der 30er-Jahre bewirtschaftete ein Berufsfischer den Voigdehäger See“, berichtet Meißner aus den Annalen. Dann schlug die große Stunde des damals bereits bestehende Anglervereins Stralsund. Er pachtete den 22Hektar großen Teich, den im Mittelalter Mönche angelegt hatten. Bald gab es Bestrebungen, sich an der Nordspitze des idyllisch gelegenen Gewässers anzusiedeln. Das Gelände wurde gekauft. Am 21. Mai 1941 folgte der Grundbucheintrag über die „1,3 Hektar Ödland am Hohen Graben“. Meißner fand heraus: „Der Stralsunder Kaufmann Ernst Below gab dem Verein eine Bürgschaft über 5000 Reichsmark, nur dadurch konnte die Gemeinschaft das Areal erwerben.“ Below selbst habe sich die erste der insgesamt 35 Parzellen gesichert. „Als sein Haus in der Wasserstraße am 6. Oktober 1944 zerbombt wurde, zog er sogar ganz in die Anglerkolonie.“ Jetzt gehört die Laube André Meißner. Auf dem Dachboden fand er interessante Zeugnisse aus der Gründungszeit, aber auch einige ältere Dokumente. Unter anderem ein Foto mit seriösen Herren aus dem Jahre 1927. „Heute wissen wir, dass es sich um die Gründungsväter des Stralsunder Sportangelns handelt“, erklärt Meißner. Das hätten ihm alte Vereinsmitglieder bestätigt. Unter anderem Karl Henke, der das gleiche Bild besitzt. Sein Vater Richard hatte 1941 die erste Laube der Kolonie auf Parzelle 2 errichtet und ist ebenfalls auf dem Foto. Karl Henke ist aktuell das dienst-älteste Vereinsmitglied – mindestens seit 1949. Aus der Zeit davor gibt es keine Unterlagen. „Wir wissen aber nicht genau, wer alles auf dem Bild zu sehen ist“, sagt Meißner. „Nur einige wenige Männer können wir wirklich zuordnen. Deshalb wäre es schön, wenn wir Hinweise bekämen.“ Den Blick richtet der Verein ganz bewusst auf die Vergangenheit, um der Tradition des Sportangelns wirklich gerecht zu werden. Bewusst sind sich die jetzigen Besitzer der immer noch 35 Parzellen auch der Tatsache, dass sie ihre Freizeit auf einem der schönsten Flecken Erde Stralsunds verbringen können. Und stolz sind sie darauf, dass sie seit 13. Juli 2010 auch wieder Eigentümer des Geländes sind. Sie mussten es allerdings zurück kaufen. Enteignet worden waren sie nach dem Zweiten Weltkrieg, konnten die Fläche aber weiter nutzen. Die Vereinsarbeit wurde in der DDR in der Ortsgruppe des Deutschen Anglerverbandes fortgesetzt. Weitere Lauben schossen wie Pilze aus dem Boden, ein Bootssteg und das Sportlerheim wurden gebaut. Die Mitgliederzahl nahm ständig zu, stieg bis auf 200 an. Mannschaften beteiligten sich am Turnierangeln. Die Frauen qualifizierten sich sogar für die DDR-Meisterschaften. Eine Tradition, die der heute etwa 70 Mitglieder zählende Verein mit seiner Jugendgruppe wiederbeleben will. Und der See? „Der befindet sich in einem guten Zustand“, bestätigt Andreas Martens. Dafür werde auch regelmäßig etwas getan, nicht nur zum Tag der Gewässerpflege. Die aktuellen Arbeiten der Stadt zur Sanierung der Talsperre und der bevorstehenden Erneuerung des Wehres am Hohen Graben begrüßt der Verein. „Wir arbeiten dabei gut zusammen“, betont Martens. Schließlich trage das alles auch dazu bei, dass die anderen Stralsunder Stadtteiche gesunden.


19.04.2011 Ostsee Zeitung

Großreinemachen am Andershofer Teich
Aktion der Angler zum Tag der Gewässerpflege.

Foto Gewässerpflege 2011

Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. führte am 09. April 2011 wieder den im letzten Jahr ins Leben gerufenen Tag der Gewässerpflege durch. Auch der Stralsunder ´Sportanglerverein Voigdehäger See` nahm an dieser Maßnahme teil. Minister Dr. Backhaus hatte – wie im Jahre 2010 - die Schirmherrschaft übernommen. „In diesem Jahr haben wir uns das westliche Ufer des Andershofer Teiches vorgenommen. Wir führen zwar mehrmals im Jahr Gewässerpflegemaßnahmen durch, wollen aber diesen Tag insbesondere dazu nutzen um Angler, Anwohnen und Anwender für die Reinhaltung der Stralsunder Teiche und Seen zu sensibilisieren.“ informierte der 2. Vorsitzende des Sportanglervereins André Meißner. So wurde die Uferzone von Unrat befreit um Laichplätze an Wasserpflanzen oder am Gewässergrund zu schützen. Der Gewässerrand mit flutenden Wurzeln beherbergt unzählige Fischnährtiere und darüber hinaus bietet er überlebenswichtige Fischunterstände. „Aber auch aus tieferen Regionen wurde wieder eine Menge alter Schrott ans Tageslicht befördert. Dies zeigt, dass ein Tag allein nicht ausreichen wird. Vielleicht können wir in den nächsten Jahren auch ein paar Anwohnen aus Voigdehagen und Andershof für den Tag der Gewässerpflege gewinnen. Wir alle müssen wieder attraktiver werden, um Naturschutz durch Nutzung umzusetzen. Ob Rudern, Baden oder Angeln – eine intakte heimische Tier- und Pflanzenwelt kommt allen zugute“ so André Meißner abschließend.


12.02.2011 Ostsee Zeitung

Ältester Angelverein der Stadt jetzt im Internet
Castingsport soll populärer gemacht werden

Stralsund - Der Sportanglerverein Voigdehäger See stellt sich mit einer eigener Seite ab sofort im Internet vor. Für Mitglieder und Angelsportfreunde werden nicht nur Informationen rund um den Verein angeboten. Es werden auch die Angelreviere Stralsunds und Möglichkeiten für Gastangler aufgezeigt.
Denn neben dem Fischereischein ist in jedem Fall auch eine Angelerlaubnis erforderlich. Die kann durch den Verein als Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreskarte erteilt werden. Darüber hinaus ist der SAV Voigdehäger See eine Ausgabestelle von Angelerlaubnissen für die Küstengewässer von Mecklenburg-Vorpommern.
In einer speziellen Gruppe widmet sich der Verein den jungen Angelfreunden. Das Angeln und das Erlebnis in der freien Natur stehen dabei im Vordergrund. André Meißner, 2. Vorsitzender des Vereins: "Demnächst werden wir auch über den Castingsport, also den Tunierangelsport, informieren. Er ergänzt die aktive Betätigung in der Natur. Dabei geht es um das Ziel- und Weitwerfen mit dafür speziell geschaffenen Geräten auf einem Rasenplatz in einen Zielkreis. Beim gemeinsamen Wettkampf im Tunierangeln kommt es vor allem auf die Technik an." Casting ist in Deutschland sogar als Leistungssport anerkannt.
Für Hinweise rund um das Thema Angeln in Stralsund ist der Verein dankbar. Er feiert dieses Jahr 70 Jahre Angeln am Voigdehäger See und ist damit der älteste Angelverein der Stadt. - am


22.11.2010 Ostsee Zeitung

Stadtteiche bekamen 500 neue kleine Hechte
Fischer und Angler beendeten ihre Bestandsaufnahme in kommunalen Gewässern.

Stralsund – Fischer der Bimes GmbH aus Hohen-Sprenz und Sportfreunde des Sportanglervereins Voigdehäger See Stralsund (SAV) haben festgestellt, dass der Bestand der Fische sowohl auf dem Andershofer Teich als auch auf dem VoigdehägerSee als gesund bezeichnet werden kann. Beide Gewässer wurden als durchschnittliche Angelgewässer eingestuft, teilte André Meißner, 2. Vorsitzender des SAV mit. Durch geeignete Besatzmaßnahmen könne die Attraktivität weiter gesteigert werden. Ebenso auch das ökologische Gleichgewicht, sagte er. Die Untersuchungen reihten sich in eine Bestandsaufnahme ein, die zu Jahresbeginn bereits auf den anderen Stadtteichen vorgenommen worden war. Zwei Tage langwaren der Voigdehäger See und der Andershofer Teich von den Fischern aus Hohen-Sprenz und den Stralsunder Sportanglern
förmlich unter die Lupe genommen worden. Mit Stellnetzen und durch Elektrofischen wurde auf diese Art eine qualitative und quantitative Bewertung der beiden Teiche vorgenommen, bei der neben dem Feststellen der vorhandenen Fischarten und ihrer Anzahl auch der Gesundheitszustand einzelner Tiere begutachtet wurde. Nach dem Zählen wartet der SAV Voigdehäger See Stralsund nun auf das schriftliche Gutachten der Binnenfischer. Erst dannkönnen konkrete Besatzmaßnahmen zusammen mit dem Landesanglerverband geplant werden, informierte Meißner weiter. „Sehr erfreut wie auch überrascht war ich“, sagte er, „dass die Binnenfischer aus Hohen-Sprenz uns gleich den ersten Herbstbesatz angeliefert haben.“ Sie hatten nämlich 500 kleine Hechte in einem sauerstoffdurchlüfteten Tank mitgebracht, der sich auf ihrem Pickup befand. „Diese kleinen Hechte H1 von durchschnittlich 70 g Gewicht sollten dort auch nicht lange warten“, erzählte Meißner. Denn Mitglieder des SAV verteilten sie schnell auf die Stralsunder Teiche, wo sie sie dann einzeln eingesetzt haben. Die kleinen Fische zeigten sich dabei sehr agil. Ihre Gattung gilt als Allesfresser. Die neuen Hechte werden sich optimal an die Gegebenheiten in unseren Teichen anpassen. In zwei Jahren, so schätzt André Meißner ein, werden sie eine Größe von über 40 Zentimetern erreicht haben und selbst aktiv für das Artengleichgewicht in unseren Stadtteichen sorgen. Natürlich werden sie dann auch ein attraktives Objekt für alle Petrijünger.“ so Meißner abschließend.  am


20.10.2010 Ostsee Zeitung

Angler beräumten den Voigdehäger See

Foto Beräumung Voigdehäger See
Beteiligten sich am Einsatz zur Gewässerpflege: Ernst Bölk,
Andreas Martens, Dennis Martens, Manfred Düwell,
Sven Rungenhagen, Wolfgang Rommerskirch, Christian
Brückner, Toralf Dettmann und Manfred Marbach (v. l.). Foto: p

Stralsund. Im Jahr des 20-jährigen Jubiläums des Landesanglerverbandes trafen sich die Mitglieder des Vereins SAV Voigdehäger See Stralsund am 17. Oktober zum „Tag der Gewässerpflege“. Die Schirmherrschaft hatte Landwirtschaftsminister Till Backhaus übernommen. An diesem Arbeitseinsatz nahmen zehn Sportfreunde teil. „Bei gutem Sonnenwetter und mit bester Laune gingenwir an dieArbeit. Zusammen beräumten wir den Andershofer Teich, den Voigdehäger See und den Bauernteich in Voigdehagen. In unserer Ausbeute fanden sich nicht nur Leergut und Plastikmüll, sondern auch eine halbe Gartensitzbank“, berichtet der zweite Vorsitzende des Vereins, André Meißner. Es sei schon erstaunlich, welche Gegenstände sich am und im Gewässer befinden können. Der Verein führt jährlich sieben Einsätze zu jeweils fünf Stunden durch. Dabei kamen auch schon Stühle, ein Traktorreifen oder eine Straßenlaterne ans Ufer des Großen Frankenteiches. „An jedem unserer Einsätze beteiligen sich im Schnitt 15-20 Sportfreunde. In diesem Angeljahr haben wir zusätzlich von Mai bis September 15 freiwillige Arbeitseinsätze am Hohen Graben zur Bekämpfung der Wasserpest durchgeführt“, fügt Meißner an. Dadurch solle stehendes Wasser im Vorteich vermieden werden. „Wir versuchen mechanisch mit Harken und Forken, den Bewuchs etwas einzudämmen. Leider ist dies nur eine temporäre Lösung, und es ist schon zermürbend, wenn nach ein paar Tagen nichts mehr von der schweren körperlichen Arbeit zu sehen ist.“ Der Landesanglerverband plant für die Zukunft, einmal jährlich seine Mitgliedsvereine zum Tag der Gewässerpflege aufzurufen.


06.10.2010 Ostsee Zeitung

Tollen Hecht aus Knieperteich gefischt

Foto Hecht aus Knieperteich
André Meißner zeigt seinen Hecht, den
er aus dem Knieperteich gefischt hat.
Er ist 76 Zentimeter lang und gute 1,5
Kilo schwer. Foto: Volker Wählt

Stralsund. Anglerglück für André Meißner.Der 34-jährige Stralsunder fischte am Sonntag einen 76 Zentimeter langen und gut 1,5 Kilogramm schweren Hecht aus dem Knieperteich. „Meine Vereinskollegen und ich waren total überrascht“, sagte der Diplombetriebswirt, der erst vor drei Jahren die Angelei für sich entdeckt hat. Denn das Prachtexemplar habe in dem kleinen Nebenteich direkt am Knieperwall, wo sich die Weißen Brücken verzweigen, auf den orangefarbenen Spinner gebissen. Am selben Tag konnte er noch weitere drei Hechte mit einer Länge von über 50 Zentimetern aus dem Wasser ziehen. „Die kleineren habe ich wieder freigelassen“, sagte er. Und das, obwohl das gesetzliche Mindestmaß für Hechte bei 45 Zentimetern liege. „Wir haben das im Verein für uns so festgelegt“, erklärte er. Zumal der Hecht für die Stralsunder Stadtteiche sehr wichtig sei, weil es dort zu viel Weißfisch gebe, und der sei schließlich die Beute für den Raubfisch. Es sei auch kein Problem, die Hechte wieder ins Wasser zu lassen. Sie würden
sich nur ein wenig am Maul verhaken und verletzten sich kaum. Meißner ist Mitglied im ältesten Angelverein der Stadt, dem SAV Voigdehäger See, der nach neusten Erkenntnissen bereits 1941 gegründetwurde. In diesem Jahr hat er bereits „an die 16 oder
17 Hechte geangelt“. Er ziehe die Raubfische vor, weil sie doch „etwas mehr Aktivität“ vom Angler erforderten als Friedfische. Die Hechte kommen bei ihm gebraten auf den Tisch. Damit dürfte der Speiseplan für diese Woche bei Familie Meißner klar sein.
J.-P.WOLDT


16.09.2010 Ostsee Zeitung

Jugendarbeit dank Hilfe verbessert

Foto Jugendarbeit
Kleine Leute fangen große Fische. Bei den Jugend-
anglern des SAV geht es dank eines Förderpreises
vorwärts. Foto: Verein

Der Sportangelverein Voigdehäger See gehörte im Juni 2009 zu den Gewinnern des Bürgerpreises, einer Aktion von OSTSEE-ZEITUNG und Combined-Versicherung. André Meißner, 2. Vorsitzen der des SAV, berichtet darüber, was sich getan hat: Bei unseren Jüngsten machte die Nachricht schnell die Runde. Der Sportangelverein Voigdehäger See erhielt Geld für den Aufbau eines Jugendteams. Schwimmwesten standen ganz
oben auf der Wunschliste des Vereinsvorstandes. Diese wurden in verschieden Größen vom Preisgeld erworben und stehen jedem Mitglied unserer Jugendgruppe zur Verfügung. Ziel unseres Projektes ist es, in sinnstiftender Freizeitgestaltung Teamgeist zu vermitteln und das Bewusstsein für Tier- und Umweltschutz zu schärfen. Dafür haben fünf Jugendliche im Februar extra die Schulbank gedrückt und für den Angelschein gelernt. Dann wurden Friedfisch- und Raubfischangeltermine für das Jugendteam in die Jahresplanung aufgenommen. Highlight waren Nachtangelausflüge in den Sommerferien. Dafür wurde vom Preisgeld mit kindgerechten Ruten und Rollen entsprechendes Equipment angeschafft. Die Angelerfolge sprechen für sich. So fand jetzt unser 2. Jugend-Raubfisch-Angeltag statt. Dennis Martens stellte wiederholt sein Können unter Beweis und
stahl mit einem 74 Zentimeter langen Hecht allen die Schau. Der Turnierangelsport ergänzt
die aktive Betätigung in der Natur. Trainiert wird das Zielwerfen mit Angelgeräten in einen Zielkreis. Auf unserem jährlichen Sommerturnier konnten unsere Jungangler ihre Technik und Präzision unter Beweis stellen. Unser Jüngster, Leopold Janke, machte beim Wettkampf im Turnierangeln Fortschritte und konnte sich gegen die größere Konkurrenz behaupten. Nochmals ein herzliches Dankeschön an die Combined-Versicherung und die OZ für die Unterstützung. Nähere Informationen zum SAV gibt es im Internet unter kontakt[at]stralsunder-sportanglerverein.de.


12.05.2010 Ostsee Zeitung

Vater und Sohn beim Angeln

ZurNachricht über das Tandemangeln am Knieperteich (OZ v. 10. Mai) schreibt André Meißner: Ein dickes Lob an die Jungs vom Stralsunder Meeresanglerclub. Rundum alles super organisiert, so dass sich alle Teilnehmer auf das wesentliche konzentrieren konn-
ten – gemeinsames Angeln im Team von Erwachsenen und Jugendlichen. Mein Sohn freut sich schon auf die Wiederholung. Als Jüngster im Team vom SAV Voigdehäger See hatte er im Kindergarten ordentlich etwas zu erzählen.


10.05.2010 Ostsee Zeitung

Im Tandem geangelt

Tandem angeln
Dennis Martens beteiligte sich mit seinem Vater Andreas gestern am Tandemangeln. Foto:M. We
Stralsund. Das erste Tandem-Angeln fand gestern am Knieperteich statt. Vor allem Papas mit ihren Söhnen standen am Ufer, um möglichst viele Weißfische aus dem Wasser zu holen. „In erster Linie sollen die Kinder von den Erwachsenen lernen“, sagteOrganisator Gerhard Zaade vom Stralsunder Meeresanglerclub. So wie Dennis Martens, der mit seinem
Vater Andreas vom Angelverein Voigdehäger See dabei war. „Ich mag es, an der frischen Luft zu sein“, erklärte der Zehnjährige. Am Schluss seien alle Sieger, betonte Gerhard Zaade. Sogar aus Eggesin waren gestern Gäste angereist. M.We.

03.11.2009 Ostsee Zeitung

Angelsportverein hat neuen Vorsitzenden

Angeln. Andreas Martens ist neuer Vorsitzender des Sportanglervereins Voigdehäger See Stralsund. Zum Stellvertreter wählten die Mitglieder des 1941 gegründeten Vereins am Sonntag André Meißner. Schatzmeisterin bleibt Simone Janke. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Susanne Rieckhoff, Fred Häger, Toralf Schmidt und Nico Rieck-
hoff. Die Mitglieder bedanken sich bei allen ehemaligen Vorstandsmitgliedern für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Der neue Vorsitzende Andreas Martens will sich vor allem für die Gewinnung von neuen Mitgliedern einsetzen und das Vereinsprojekt
Kinderangeln weiter voran treiben. Das Angeln sei eine Möglichkeit für jeden, sich aktivmit der Umwelt auseinanderzusetzen und ihren Wert für sich persönlich zu erfassen, betonte er.


27.06.2009 Ostsee Zeitung

Preis für Bürgerengagement
108 Vereine aus Stralsund und von der Insel Rügen bewarben sich um den Bürgerpreis. Im Rathaus wurden gestern die Gewinner gekürt.  Von MARLIES WALTHER

Stralsund. „Das ist total super. Ich muss mich erst einmal fassen. Wir freuen uns riesig, dass unsere Kinder jetzt die Möglichkeit für das Trommelprojekt bekommen“, zeigte sich Petra Schön, stellvertretende Leiterin der Ernst-von-Haselberg-Schule, begeistert. Die Einrichtung betreut Kinder und Jugendliche in Lebenskrisen, „mit schweren Störungen imemotionalen und sozialen Erleben“. Und auch Angelsportler André Meißner fand es „einfach großartig“, dass dieWahl auf seinen Verein fiel. „So können wir unseren jüngsten Mitgliedern künftig noch intensiver die Liebe zurNatur vermitteln“, erklärte der Stralsunder. Die Haselberg-Schule und der Voigdehäger Sportangel-Verein gehören zu den Gewinnern des gemeinsam von der OSTSEE-ZEITUNG und dem Versicherungsunternehmen Combined ausgelobten „Combined-Preises für Bürgerengagement.“ Gestern Abend fand im Rathaus die festliche Verleihung des mit insgesamt 20 000 Euro dotierten Preises statt. Zu den Gratulanten gehörte auch SenatorWolfgang Fröhling. Die Resonanz auf unseren Aufruf vom 2. April war enorm. 108 Vereine,Gruppen und Initiativen aus der Hansestadt und von
der Insel Rügen hatten sich um Geld für soziale Projekte beworben. Mit durchweg spannenden Ideen. Kein Wunder, dass es da den Juroren nicht leicht fiel, ihre Entscheidung zu treffen. Am Ende standen 23 Preisträger fest. Sie werden mit Summen zwischen 200 und 1500 Euro unterstützt. In der Jury arbeitete neben Combined-Landesdirektorin Michaela Krolzik, OZ-Vertretern und dem Sänger Muck auch Ozeaneumsleiter Harald Benke mit. „Ich war wirklich überrascht und finde es sehr schön, dass wir in Stralsund bereits so viel bürgerschaftliches Ehrenamt haben, wie die Vielzahl von Bewerbungen beweist“, hob Benke hervor. Auch für Manfred Hechler, Direktor für Verkaufsförderung und Training bei Combined, ist es „absolut faszinierend“,wie viele Menschen sich ehrenamtlich für die kleinen Dinge des Alltags engagieren. In der Laudatio bezeichnete Thomas Pult, Chef vom Dienst der OSTSEE-ZEITUNG, die Preisträger als „Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie setzen sich ein für ihre Mitmenschen. Meist, ohne auch
nur einen Cent dafür zu sehen.“ Das sei in Zeiten der Finanzkrise umso wertvoller. Deshalb gebühre ihnen Respekt – egal, ob sie nun imVerein organisiert sind, wie der Rügener und der Stralsunder Hospizverein, oder sich mit Kindern beschäftigen, wie der Zirkus Ostsee’O’lini. Ob sie mit älteren Menschen arbeiten, wie die Seniorenakademie, oder ob sie Kranken helfen, wie die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew. Sein Wunsch: „Zaubern Sie weiter ein Lächeln auf viele Gesichter.“

Und das sind die 14 Stralsunder Gewinner

Die Seniorenakademie 55 plus kann Flyer und Hörerausweise drucken.
Der Umsonstladen in Grünhufe kommt dem Aufbau eines Kinderlandes näher.
Der Sportangelverein Voigdehagen erhält Geld für den Aufbau eines Jugendteams.
Die Schülerfirma „20-Minuten-Terrine“ investiert in neue Stehtische für den Pausenbereich.
Der Diakonische Dienst kann innerhalb des Jugendprojektes „Ran an die Zukunft“ eine Stadtteilwerkstatt, in der die Kinder selbst ihre Fahrräder reparieren, einrichten.
Für die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew steht der Anschaffung von 20 Gymnastikbällen nichts mehr im Wege.
Im Sonderpädagogischen Förderzentrum entsteht ein Snoezelraum zur Entspannung in der Schule.
Die Ernst von Haselberg-Schule hat die Möglichkeit, ihr Projekt „Trommel mit“ umzusetzen.
Der Hospizverein, der sterbende Menschen begleitet, wird beim Aufbau seiner Organisation unterstützt.
Der Verein Sport live kann weitere Veranstaltungen für suchtmittelerkrankte Menschen durchführen.
Der Kinder- und Jugend-Zirkus Ostsee’O’lini erhält Mittel für die Anschaffung von
Bühnendekoration und Kostüme.
Die Spielplatzinitiative am Bergener Weg kann neue Fahrradständer aufstellen.
Der Förderverein der Grundschule Ferdinand von Schill erhält Hilfe beim Aufbau der Schulmediothek zur Leseförderung der Kinder.
Der Ruderclub will dank des Preisgeldes bald mit dem alten Holzruderboot „Ostsee“ über die Ostsee schippern.


30.04.2009 Ostsee Zeitung

OZ-Leserin schenkt Verein Schwimmwesten

Stralsund. Grund zur Freude beim Voigdehäger Sportangelverein: Nachdem Irene Hoenicke am 21. April in der OZ gelesen hatte, dass der Verein Kinderschwimmwesten sucht, beschloss die 53-Jährige, die Gruppe zu unterstützen. „In unserem Schuppen liegen noch drei Schwimmwesten von unseren Kindern, die mittlerweile erwachsen sind. Sie sind in
gutem Zustand und beim Voigdehäger Sportangelverein bestens aufgehoben“, sagt die Reinbergerin. Mitglied André Meißner, der sich im Namen des Vereins um den gemeinsam von der Versicherungsgesellschaft Combined und der OSTSEE-ZEITUNG ausgelobten Preis für Bürgerengagement beworben hat, freut sich. „Es ist schön,wenn man sich untereinander hilft. Sich, wie FrauHoenicke, ehrenamtlich zu engagieren, entspricht dem Motto des Preises .“    G. S.


21.04.2009 Ostsee Zeitung

Schwimmwesten gesucht
Der Sportangelverein „Voigdehäger See“ möchte ein Jugendteam aufbauen. Dafür benötigt er Schautafeln und Fischkarten. Von GRIT SCHREITER

Foto Schwimmwesten gesucht
Leopold Janke (3) und Dominik Räder
(8) setzten den Mini-Barsch wieder ins
Wasser. Foto: privat

Stralsund. Angeln bedeutet für den Sportangelverein „Voigdehäger See“ mehr als „stumm am Ufer sitzen“, schreibt Mitglied André Meißner, der sich für den gemeinsam von der Versicherungsgesellschaft Combined und der OSTSEE-ZEITUNG ausgelobten Preis für Bürgerengagement bewirbt. Der 75-Mitglieder starke Verein möchte ein Jugendteam
aufbauen. „Dafür benötigen wir 2000 Euro“, berichtet André Meißner. Von dem Geld sollen kindgerechte Angeln und Zubehör gekauft werden. Dem 33-Jährigen kommt es auch
darauf an, den Nachwuchs für Erforschung und Pflege der Natur zu begeistern. Deshalb sei es mit dembloßen Angeln nicht getan. „Der Verein braucht Schautafeln, Fischkarten und Fachbücher, die Natur- und Heimatkunde anschaulich vermitteln.“ Auch Schwimmwesten stehen auf der Wunschliste. Schließlich angeln die Petrijünger Barsch, Karpfen, Zander, Aal oder Hecht nicht nur vom Ufer aus, sondern fahren auch auf den Voigdehäger See raus. Ein weiteres Betätigungsfeld des 1941 gegründeten Vereins ist das Turnierangeln. „Bei dieser Technik werfen die Jugendlichenmit speziellen Angeln aus rund zehn Metern Entfernung in eine Zielscheibe, die auf dem Rasen liegt. Das schult die Präzision“, erklärt André Meißner.